Sauerland-Museum

Sauerland-Museum: Förderverein ist ein wichtiger Partner

Vorsitzende Ursula Gödde und Schriftführer Jürgen Müller vor dem vom Förderverein für die Museumspädagogik angeschafften Tipi.

Vorsitzende Ursula Gödde und Schriftführer Jürgen Müller vor dem vom Förderverein für die Museumspädagogik angeschafften Tipi.

Foto: Privat

Arnsberg.  Was kaum jemand weiß: Der Förderverein ist mit 40.000 Euro Hauptsponsor der modernen Medienwand an der Neubau-Nordseite des Sauerland-Museums.

Nicht nur das Sauerland-Museum kann seit Eröffnung von Neubau und August-Macke-Ausstellung nahezu wöchentlich neue Besucherrekorde vermelden, auch der Förderverein des Museums profitiert. „Durch die von der Macke-Schau angefachte Museums-Euphorie,“ sagt Fördervereins-Vorsitzende Ursula Gödde, „haben wir in der kurzen Zeit seit Eröffnung unsere Mitgliederzahl steigern können.“

Was jedoch nicht ganz unverdient sei. „Schließlich,“ verweist Gödde, vielen Arnsbergern auch als Künstlerin der Gruppe „Sepia“ bekannt, „haben wir als Förderverein einiges zur Neuausrichtung des Museums beigetragen.“ Und zwar durch die angesparten Mitgliedsbeiträge, die mehrheitlich gezielt für besondere Anschaffungen eingesetzt würden.

Förderverein des Sauerland-Museums mit langer Kette von Unterstützungsaktivitäten

So hatte der Förderverein bereits - als Teil einer jahrelangen Kette von Unterstützungsaktivitäten - zur neuen Dauerausstellung im Museums-Altbau ein wichtiges Exponat „spendiert“: die lebensgroße und in Zusammenarbeit von Museum und „Hessischer Gesellschaft für Militärgeschichte“ mit allen erforderlichen Ausrüstungsdetails ausgestattete Figurine eines Füsiliers (Bild). Dafür legte der Verein knapp 4000 Euro auf den Tisch. Hintergrund:

Als die Hessen im Zuge des Reichsdeputationshauptschlusses nach Westfalen kamen, wurden im Zuge der von den Hessen eingeführten zehnjährigen Wehrpflicht auch die jungen Männer aus Westfalen eingezogen und mussten so exakt in dieser Uniform 1812 mit der „Grande Armee“ Napoleons ins eisige Russland ziehen.

Für die meisten eine „Reise“ ohne Wiederkehr.

Lange über passendes Geschenk diskutiert

Zurück nach Arnsberg: Für den Förderverein war es natürlich selbstverständlich, dass gerade auch zur Eröffnungs des Neubautraktes und der damit abgeschlossenen Neuausrichtung des Museums zum „Kulturforum für Südwestfalen“ ein ganz besonderes Geschenk her musste, „über das wir im Vorfeld lange diskutiert und für das wir lange gespart haben.“

Schließlich fiel die Entscheidung für die Anschaffung einer modernen Medienwand. Und zwar die Medienwand, die sich an der Nordseite des Neubaus befindet und die nun auf besondere Ausstellungen und Aktionen im Museum, aber auch in der Stadt hinweist.

Förderverein: 40.000 Euro für Medienwand

Der Förderverein hat so über 50 Prozent der Gesamtkosten der Medienwand, nämlich beachtliche 40.000 Euro, zugeschossen und ist damit deren Hauptsponsor. Und nicht nur das: Weil die Gesamtanschaffungskosten vom Förderverein nicht komplett finanziert werden konnten, „organisierte“ dessen Mitglied Werner Riemer weitere Sponsoren, um die Anschaffung letztlich realisieren zu können.

„Ich finde,“ sagt Ursula Gödde, „dass Werner Riemer sich für dieses große Engagement ein Lob verdient hat.“

Auch Unterstützung bei Führungen durch die August-Macke-Ausstellung

Doch nicht nur so bringt sich der Förderverein ein: Angesichts des großen Ansturms auf die am 8. Dezember letztmals öffnende Macke-Ausstellung, die in dieser Zusammensetzung wohl nicht mehr zu sehen sein wird, engagieren sich Ursula Gödde und Vorstandsmitglied Jürgen Müller, bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Lehrer am Arnsberger Laurentianum, als zusätzliche und kompetente Führer durch die Ausstellung.

Auch immer wieder besondere Angebote für die Mitglieder des Fördervereins

Wobei Ursula Gödde ihren Schwerpunkt mehr auf das künstlerische Schaffen Mackes legt, Jürgen Müller auf den historischen Kontext. Allerdings unterstützen Gödde und Müller nicht nur das Museum, um der vielen Nachfragen nach Führungen Herr zu werden. „Wir bieten natürlich auch Führungen speziell für unsere Mitglieder an,“ so Jürgen Müller. Als Dank für Treue zum Verein.

Zu diesen „Bonbons“ für die Mitglieder zählens übrigens auch die von Müller und Wilhelm Gödde organisierten Vereinsfahrten wie zuletzt ins Elsass. „Das erfordert zwar stets intensive Vorbereitungen, aber das ist eine Arbeit, die sehr viel Freude macht.“ Ein Angebot, das zumal von den Mitgliedern sehr geschätzt werde.

Nicht nur Sonnenschein: „Unsere Altersstruktur ist nicht gesund“

Doch es gibt beim Förderverein nicht nur eitel Sonnenschein. „Denn unsere Altersstruktur ist nicht gesund,“ macht Ursula Gödde keinen Hehl daraus, dass junge Mitglieder fehlen. Hier habe man deutlichen Nachholbedarf.

Vor diesem Hintergrund habe man auch die Satzung verändert. Doch was im Prinzip eine einfache Sache hätte sein können, entwickelte sich zu einem viermonatigen bürokratischen Hin und Her zwischen Verein und Amtsgericht.

„Immer wieder wollte man dort neue Unterlagen haben, so dass wir schließlich externen juristischen Rat einholen mussten. Dieses Vorgehen des Gerichts,“ zeigt sich Ursula Gödde wenig begeistert, „ist einfach eine Belastung für die ehrenamtliche Arbeit.“

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