Berufspendler

Schneller zum Job in Arnsberg über „neue“ A46

Arnsberg und Brilon sind ab Montag besser miteinander über die Autobahn verbunden.

Arnsberg und Brilon sind ab Montag besser miteinander über die Autobahn verbunden.

Foto: Ted Jones / Ted Jones/WP

Arnsberg.  Die Eröffnung des A46-Teilstücks in Richtung Brilon am Montag erleichtert das berufliche Pendeln zwischen Arnsberg und dem oberen Sauerland.

Der Erwerbs- und Wirtschaftsstandort Arnsberg profitiert vom abgeschlossenen Weiterbau der Autobahn A46 in Richtung Brilon. Mit der Eröffnung des neuen Teilstückes am Montag werden rund 1000 autofahrende Arbeitnehmer aus dem oberen Sauerland deutlich schneller als bisher ihre Arbeitsplätze im Stadtgebiet erreichen. Und auch für die Auspendler in Richtung Sauerland kann künftig einiges schneller gehen.

Mitarbeitergewinnung

„Das kann sich auf Standorte bei der Mitarbeitergewinnung positiv auswirken“, sagte kürzlich in einem Gespräch mit unserer Zeitung auch Stephan Britten, Einzelhandelsexperte der IHK Hellweg-Sauerland mit Blick auf die Effekte des Autobahnbaues. Wer bis jetzt zwischen Arnsberg und dem oberen Sauerland beruflich pendeln musste, quälte sich nach der Abfahrt in Bestwig oft zäh über die Bundesstraße in Richtung Olsberg und Brilon. Das alles soll ab Montag Vergangenheit sein. Je nach Berechnung sollen über zehn Minuten eingespart werden können. Bei Hin- und Rückweg - das bestätigte auch Stephan Britten - relevant genug, um ein Entscheidungsfaktor für oder gegen einen Arbeitsplatz zu sein - vor allem dann, wenn es sich um Teilzeit- oder weniger gut bezahlte Arbeitsplätze handelt. „20 Minuten mehr oder weniger können da die Entscheidung für oder gegen einen Arbeitsplatz beeinflussen“, sagte Britten im Gespräch mit unserer Zeitung.

Zeitersparnis auf A46

Nach Arnsberg pendelten im Jahr 2018 rund 18.000 Menschen zur Arbeit ein. 12.900 Arnsberger verlassen im Gegenzug täglich die Stadt für den Job. Aus rein Arnsberger Sicht ist die „Pendelachse“ in Richtung Hochsauerland zwar nicht die ganz dominante Rolle - hier liegen in beide Richtungen Sundern (2681 Ein- und 1756 Auspendler), Meschede (1777/1485) und Ense (1540/930) vorne - in Summe aber sind doch rund 2000 Arbeitnehmer betroffen. Da ist das Auspendeln der Arnsberger in Richtung oberes Sauerland weniger ausgeprägt als die Gegenbewegung. Gut 500 Arnsberger bewegen sich zum Arbeiten in die Städte hinter der jetzigen Abfahrt Bestwig und könnten durch den A46 Zeitersparnisse haben, wenn sie mit dem Auto unterwegs sind. Den umgekehrten Weg nehmen über 1000 Menschen zu ihrem Arbeitsplatz Arnsberg.

Auch „Lückenschluss“ und A445 wichtig

Für Arnsberger noch interessanter als die A46-Verlängerung in Richtung Brilon sind aus der auf Pkw konzentrierten Pendlersicht zwei andere Autobahn-Weiterbau- oder Lückenschluss-Projekte. Die Verlängerung der A445 vom Autobahnkreuz Werl in Richtung Hamm würde 342 Hammern, die in Arnsberg arbeiten, ebenso entgegenkommen wie 302 Arnsbergern, die ihr Geld in Hamm verdienen.

Ebenso bedeutend ist die Schiene in Richtung Menden, Iserlohn und Hagen über einen - wie auch immer organisierten - Lückenschluss der A46. Nach Arnsberg kommen zur Arbeit allein 246 Iserlohner und 656 Mendener, während 502 Arnsberger nach Menden, 203 nach Hagen und 373 nach Iserlohn pendeln.

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