Unternehmensverkauf

Schroth-Manager wollen Firmenanteile kaufen

Das Unternehmen Schroth Safety Products in Arnsberg stellt Sicherungssysteme her.

Das Unternehmen Schroth Safety Products in Arnsberg stellt Sicherungssysteme her.

Foto: Martin Schwarz

Arnsberg.   Durch Management-Buy-Out soll sich Eigentümerstruktur beim Arnsberger Sicherheitsgurtsystemhersteller ändern. Perusa erwirbt Mehrheitsanteil.

Das Arnsberger Erfolgsunternehmensgruppe Schroth Safety Products bereitet sich auf den Übergang in eine neue Eigentümerstruktur vor. Im Rahmen eines sogenannten Management-Buy-outs (MBO) streben leitende Schroth-Manager aus Deutschland und USA „einen signifikanten Minderheitsanteil“ an, während die Beratungsgesellschaft Perusa einen Mehrheitsanteil erwerben wird. „Für den Arnsberger Standort hat das keine unmittelbaren Konsequenzen“, versichert Schroth-Geschäftsführer Martin Nadol auf Nachfrage unserer Zeitung.

Die TransDigm Group als derzeitige Muttergesellschaft von Schroth gab zuvor die Veräußerung der Schroth-Aktivitäten im Rahmen einer Vereinbarung mit dem US-Justizministerium bekannt. Kartellrechtliche Gründe machten diesen Schritt nötig. Erst im Februar war Schroth unter das Dach der Gruppe gekommen.

133 Mitarbeiter in Arnsberg

Schroth Safety Products ist ein weltweit führendes Unternehmen in der Entwicklung und Herstellung von Insassenschutzsystemen für Spezialanwendungen in der Luft- und Raumfahrt, im Motorsport, in der Verteidigung und für den medizinischen Transport. Es besteht aus der Schroth Safety Products GmbH in Arnsberg und Schroth Safety Products LLC in Florida. Am Standort Arnsberg sind 133 Mitarbeiter beschäftigt. In den USA sind es 85.

Das Arnsberger Unternehmen ist spezialisiert auf technische Rückhaltesysteme, Passagiergurte für alle wichtigen Verkehrsflugzeuge, Airbags für Airbus und Boeing-Plattformen sowie Cockpit-Sicherheitskomponenten für Airbus-Typen.

Geschäftsführer Martin Nadol ist Mitglied des elfköpfigen MBO-Teams: „Wir freuen uns über die Chance, ein unabhängiger Player im globalen Markt für Rückhaltesysteme zu werden“, sagt er, „durch die Partnerschaft mit Perusa können wir uns noch stärker auf unsere Kernkompetenzen konzentrieren. Wir wollen unsere technologische Spitzenposition und die hohe Produktqualität beibehalten und weiter ausbauen.“ Kurzfristig bestehe kein Bedarf, das Unternehmen strategisch neu auszurichten.

Für den künftigen Mehrheitseigner betont Dr. Hanno Schmidt-Gothan, Partner bei der Perusa GmbH, die „die überlegene technologische Leistungsfähigkeit von Schroth“ und setzt Hoffnung in die Führung des MBO-Teams und deren „exzellente Arbeit“.

Die geplante Transaktion, das betonen alle Seiten am Freitag, stehe unter dem Vorbehalt üblicher Abschlussbedingungen und behördlicher Genehmigungen. Beim letzten Verkauf war Schroth rund 90 Millionen Dollar wert.

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