Protest gegen AfD

Schützen laden die AfD-Diskussion aus

Im „1220 Schwiedinghausen“ sollte heute eine AfD-Veranstaltung stattfinden. Kurzfristig findet sie hier nicht statt.

Im „1220 Schwiedinghausen“ sollte heute eine AfD-Veranstaltung stattfinden. Kurzfristig findet sie hier nicht statt.

Foto: WP

Neheim.   Die Neheimer Schützen als Eigentümer des Lokals „Schwiedinghausen 1220“ luden am Donnerstag eine für den Abend geplante Diskussionsveranstaltung der Alternative für Deutschland über „Zuwanderung, Asyl, Integration und Rückführung“ kurzfristig aus. Offizieller Grund: „Wir haben einen so schnell nicht zu beseitigenden Wasserschaden!“, so Oberst Andreas Cloer.

Seit dem Morgen bemühten sich zahlreiche Afd-Gegner, die von einer „Hetzveranstaltung“ sprachen, einen Protest zu organisieren. Cloer hatte erst am Morgen von der AfD-Veranstaltung erfahren, weil die Vermietung von Räumen Angelegenheit des Pächters sei. Die Ausladung durch den Pächter sei auch im Sinne der Schützen.

Die Organisatoren der AfD-Kreisverbände Hochsauerland, Märkischer Kreis, Unna und Soest sehen andere Gründe in der Ausladung und vermuten, dass der Pächter von Teilen der Arnsberger Öffentlichkeit unter Druck gesetzt worden sei. AfD-Kreisvorsitzender Dr. Wilfried Jacobi sagt: „An der Sache mit dem Wasserschaden darf man seine Zweifel haben!“. Die Diskussionsveranstaltung solle zu einem späteren Zeitraum an anderer Stelle neu angesetzt werden.

In sozialen Netzwerken in Arnsberg wird die Entscheidung der Schützen hingegen gefeiert. „Ein starkes Signal“, so äußern sich mehrere Nutzer auf Facebook.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben