Verein „Gesicht Zeigen!“

Sekundarschule am Eichholz aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit

Björn Harras zeigt sich engagiert: „Es ist spannend, mit jungen Leuten aus ganz Deutschland zusammenzukommen.“Foto:Madlin Michael

Björn Harras zeigt sich engagiert: „Es ist spannend, mit jungen Leuten aus ganz Deutschland zusammenzukommen.“Foto:Madlin Michael

Arnsberg.   Verein „Gesicht Zeigen!“ präsentiert sich in der Sekundarschule am Eichholz. Schauspieler Björn Harras leitet Workshop mit 29 Schüler/-innen.

Der Verein „Gesicht Zeigen!“ soll Menschen dazu ermutigen, aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Gewalt zu werden. Im Verlauf des Projekts ­„Störungsmelder on tour“ besuchte Schauspieler Björn Harras aus Berlin am vergangenen Montag die Sekundarschule am Eichholz, um sich mit Schülerinnen und Schülern der siebten Klasse mit diesen Themen auseinander zu setzen.

Der im Jahr 2000 gegründete Verein „Gesicht Zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“ arbeitet in den Bereichen Aufklärungs- und Projektarbeit. Ziele sind Stärkung des gesellschaftlichen Engagements und Sensibilisierung für jede Art von Diskriminierung. Dafür entwickelt und unterstützt „Gesicht Zeigen!“ Projekte und Aktionen, die Vorurteile abbauen und das Miteinander fördern.

„Störungsmelder on tour“

Eines dieser Projekte ist der „Störungsmelder on tour“, welches einen persönlichen Austausch zu den verschiedensten Themen möglich macht. Viele prominente Unterstützer reisen gemeinsam mit „Gesicht Zeigen!“ quer durch Deutschland, um die Schülerinnen und Schüler mit Hilfe eines Workshops zu sensibilisieren.

Am Montag stattete Schauspieler Harras, unter anderem bekannt aus der Daily Soap „Gute Zeiten schlechte Zeiten“, 29 Jugendlichen der Sekundarschule einen Besuch in Arnsberg ab. Themen des Tages waren vor allem Zivilcourage, gesellschaftliches Miteinander und Diskriminierung. In einem Workshop, der genau auf die Gruppe angepasst ist, setzten sich die Teenager aktiv mit inspirierenden Beispielen von Zivilcourage auseinander, entwickelten und übten tatkräftig alternative Handlungsmöglichkeiten für persönliche Situationen und erfuhren Bestärkung in dem guten Gefühl, etwas bewirken zu können. Die jungen Leute hörten gespannt dem „Störungsmelder“ Björn Harras zu, als er über eigene Erfahrungen sprach, und wurden dazu bewegt, neue Sichtweisen einzunehmen. Und das alles unter einem Motto: Motivation statt Entmutigung, Aufklärung statt destruktive Kritik.

Den Kontakt zwischen „Gesicht zeigen!“ und der Sekundarschule Arnsberg stellte Tatjana Michael aus Neheim her. Die Altenpflegerin befasst sich privat intensiv mit sozialen Projekten, weshalb sie während einer Internetrecherche auf den Verein aufmerksam geworden ist: „Solch ein Verein ist wirklich wichtig für die heutige Jugend. Wenn auch nur eine Person dadurch den Blickwinkel positiv verändert und sich sicherer im Umgang mit solchen Dingen fühlt, ist schon sehr viel erreicht“, meint die 40-jährige Mutter zweier Kinder.

Schüler stark machen

Über den erfolgreichen Kontakt ist auch Stargast Björn Harras erfreut: „Es ist spannend, mit jungen Leuten aus ganz Deutschland zusammenzukommen, und ich gebe gerne das weiter, was ich in der Welt gelernt habe.“ Der Schauspieler drehte vor rund acht Jahren einen Kurzfilm zum Thema Zivilcourage, wodurch er von dem Projekt erfuhr. Seitdem ist er selbst Mitglied und vermittelt den Jugendlichen aufschlussreiche Informationen: „Das Leben macht viel mehr Spaß, wenn man nett zueinander ist und anderen Leuten hilft“, erzählt der Berliner. Auch er habe durch den Workshop viel von den Schülern und Schülerinnen gelernt.

Schüler stark machen

Bürgermeister Ralf Paul Bittner war ebenfalls mit von der Partie. Als ehemaliger Polizist hat er ständigen Bezug zu den Themen, die der Verein behandelt: „Ich freue mich über die Initiative von Frau Michael, das Projekt vorzustellen, da der heutige Tag wichtige Grundwerte und Inhalte vermittelt hat, die von der Gesellschaft angenommen werden sollen. Dafür ist besonders eins ganz wichtig: Die Schüler müssen stark gemacht ­werden.“

Auch Olaf Schwingenheuer, Schulleiter der Sekundarschule, ist erfreut über einen erfolgreichen Tag.

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