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Shalom Arnsberg eröffnet Jugendcafé als Ort der Begegnung

Die Arnsberger Shalom-Mitglieder im Jugendcafé „Garage comshalom“.

Die Arnsberger Shalom-Mitglieder im Jugendcafé „Garage comshalom“.

Foto: Achim Gieseke

Arnsberg.   Brücken zu den Menschen bauen. Das ist ein Ziel der neuen Einrichtung in der alten Remise der Propstei-Gemeinde.

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„Unser Herz und Haus stehen offen.“ So heißt es in Brasilien. Und so heißt es ab 28. April in der ehemaligen Remise der Propstei Laurentius. Denn dort wird dann, nach aufwendiger und gelungener Sanierung, das Café „Garage comshalom“ feierlich eingeweiht und damit zugleich eröffnet.

Die Einrichtung soll unter Federführung der katholischen Gemeinschaft Shalom zu einem offenen Ort der Begegnung werden. Aber nicht nur für junge Menschen.

Die Offenheit spiegelt sich in der Gestaltung des Cafés

Und diese Offenheit, die Andreza Henriqueta Pinto dos Santos als Lokalverantwortliche der Shalom-Gemeinschaft bei der Präsentation der Einrichtung unterstrich, spiegelt sich auch in der Gestaltung:

hohe Fenstertüren an der Straßenfront, einladend weiträumig und hell im Inneren, mit einem hohen Deckenabschluss mit historischem Gebälk und der Option auf Außengastronomie.

Helfen, Brücken zu anderen Menschen zu bauen

„Das Jugendcafé,“ sagt dos Santos, „soll zu einem Treffpunkt werden, an dem sich alle wohlfühlen, wo jeder willkommen ist und seinen Platz finden kann.“ Hier wolle man auch helfen, Brücken zu anderen Menschen zu bauen. „An einem Ort des Friedens.“

Rückzugsmöglichkeit für persönliche Gespräche

Deshalb werde man noch eine kleine Bücherei in der ehemaligen Remise einrichten, auch als Rückzugsmöglichkeit für persönliche Gespräche.

Die sieben in Arnsberg lebenden Shalom-Mitglieder sind vor drei Jahren aus dem Gründungsland Brasilien nach Arnsberg angereist.

„Leider trauen sich nicht alle zu uns hinein“

Mit dem Ziel, vor allem die Jugend wieder für den katholischen Glauben zu begeistern. Praktisch das fortzuführen, was den Wedinghauser Mönchen vor vielen hundert Jahren tägliches Brot war: zu missionieren.

Die Shalom-Mitglieder wohnen derzeit im Gebäude Königsstraße 32, wo einst die „Armen Schulschwestern“ zu Hause waren. „Das Gebäude dort ist ein offenes Haus,“ so die Arnsberger Shalom-Verantwortliche, „aber leider trauen sich nicht alle zu uns hinein.“

„Hier kann jeder kommen und gehen wie er will“

So habe man letztlich das Jugendcafé in der Prälaturstraße eingerichtet. „Als gute Gelegenheit, einander zu begegnen. Hier kann jeder kommen und gehen wie er will. Und wir werden dafür arbeiten, dass es auch ein Ort der Begegnung wird.“

Konzept gemeinsam mit Jugendlichen entwickelt

Das Konzept für das Café haben die Shalom-Mitglieder übrigens gemeinsam mit Arnsberger Jugendlichen entwickelt. Andreza Henriqueta Pinto dos Santos:

„Wir haben sie in vielen Gesprächen gefragt, welche Wünsche sie für einen solchen Treffpunkt haben und das dann umgesetzt. Jetzt hoffen wir natürlich, dass die Schüler auch kommen.“

„Haben guten Mix“

Dabei ist die Zielgruppe für das Jugendcafé relativ weit gefasst. Jugendlich, das ist für Shalom die Altersgruppe der 14- bis 30-Jährigen. Auf die sind werktags - montags ist geschlossen - Angebot und Öffnungszeiten (11 bis 16 Uhr) zugeschnitten.

Mit Kaffee, Kuchen, belegten Brötchen. „Wer mag, der kann sein Sandwich auch selbst zusammenstellen.“ Hinzu kämen kleine Köstlichkeiten vom Zuckerhut. „Wir haben so einen guten Mix aus Deutschland und Brasilien.“

Auch Familien und Spaziergänger sind gern gesehen

Natürlich sollen dort auch an besonderen Tagen Partys gefeiert werden. „Dann räumen wir Tische und Stühle weg, es kann getanzt, gesungen und gespielt werden.“ Auch wenn es als Jugendcafé firmiert, sind in der „Garage comshalom“ an den Wochenenden auch Familien und Spaziergänger gern gesehene Gäste.

Ganz nach dem brasilianischen Motto: „Unser Herz und Haus stehen offen.“

„Chance, mit der Jugend ins Gespräch zu kommen“

Auch Propst Hubertus Böttcher bringt seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das neue Jugendcafé „Garage com­shalom“ angenommen wird. „Denn ich glaube, dass diese Einrichtung eine Chance ist, mit der Jugend ins Gespräch zu kommen.“

Was man wohl auch im Bistum Paderborn so sieht. Denn die dort Verantwortlichen haben, so Böttcher, rund 400 000 Euro in Sanierung und Neugestaltung der einstigen Remise gesteckt.

Für den Propst und Dechanten ein wichtiges Zeichen. „Weil es gut ist, dass das Bistum bereit ist, in die Jugend und in die Arbeit mit ihr zu investieren.“

Umzug ins Kloster Wedinghausen dauert noch

Größter Knackpunkt beim Umbau der alten Garage sei die Installation der sanitären und elektrischen Einrichtungen gewesen. „Das war schon sehr schwierig.“

Übrigens: Die Shalom-Mitglieder werden noch gut ein Jahr in der Klosterstraße wohnen müssen. Zu einem früherer Zeitpunkt, erklärte Hubertus Böttcher, sei an den Umzug in das ehemalige Kloster Wedinghausen nicht zu denken. Diese Verzögerung sei den überraschenden Funden und den damit verbundenen Ausgrabungen geschuldet.

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