Stadtentwicklung

SPD ist für Prüfung der Bürger-Vorschläge zum Schlossberg

Stadtführer Fred Risse (M.) erläutert den Stand der Ausgrabungen an der Rüdenburg.

Stadtführer Fred Risse (M.) erläutert den Stand der Ausgrabungen an der Rüdenburg.

Foto: Jochem Ottersbach

Arnsberg.   Die SPD tritt dafür eine, die Ideen aus der Bürgerschaft in Sachen Schlossberg ernst zu nehmen und will die Angelegenheit forcieren.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Wir müssen erst einmal alle Gedanken zulassen und nicht sofort alles verreißen, sonst werden die Bürger nur verprellt.“

Das ist für Arnsbergs SPD-Fraktionschef und Bürgermeister-Kandidaten Ralf Bittner die Quintessenz aus den vielen Ideen rund um Schlossberg und Rüdenburg sowie das Fazit eines öffentlichen Rundgangs zu diesem Thema am vergangenen Samstag. Die SPD will nun Schwung in die Sache bringen.

„Weil die Ideen in die richtige Richtung gehen“

„Weil die Ideen in die richtige Richtung gehen.“ Denn gemeinsames Ziel dieser Überlegungen sei es, Arnsberg noch attraktiver aufzustellen und die bereits eingetretene positive Entwicklung zu flankieren. Denn grundsätzlich sei die weitere touristische Aufwertung Arnsbergs von großer Bedeutung.

„Je attraktiver eine Stadt, desto lebens- und liebenswerter wird sie.“

Was in der Folge viele Menschen anziehe, die dann auch vor Ort Geld ausgeben würden. Und die so akquirierte Kaufkraft wiederum stärke den örtlichen Handel. „Und damit haben wir eine Win-win-Situation für alle.“

„Wir benötigen die Ideen aus der Bürgerschaft“

Daher sei es jetzt endgültig Zeit, sich mit diesen Vorschlägen aus der Bürgerschaft intensiv zu befassen. Schließlich seien die Ideen gut und er selbst, so Ralf Bittner, sei ein großer Freund des Brainstormings. „Außerdem benötigen wir Ideen aus der Bürgerschaft, sonst nämlich gerät ein Prozess schnell ins Stocken.“

Und: „Auch wir wollen jetzt endlich wissen, was zum Beispiel auf dem Schlossberg machbar ist,“ zeigt Bittner die Haltung der SPD auf. Die Ideen müssten nun gesammelt und auf ihre Machbarkeit hin geprüft werden.

Bei Ablehnung nach sinnvollen Alternativen suchen

„Aber dabei muss man ehrlich sein und sofort klar sagen, wenn etwas nicht zu realisieren ist.“ Halte man dagegen die Menschen hin, „dann kommt von ihnen nichts mehr“.

Die Ablehnung einer Idee aus technischen oder finanziellen Gründen dürfe man jedoch nicht sofort als das Ende einer Sache betrachten, sondern vielmehr schauen, was sich davon vielleicht an sinnvollen und umsetzbaren Alternativen ableiten lasse, wie man das gesteckte Ziele also auf anderen Wegen erreichen könne.

„Wir müssen die Bürger ernst nehmen“

„So könnte zum Beispiel von der Überlegung, das ehemalige Schloss wieder als Hotel aufzubauen, ein Aussichtsturm übrig bleiben oder von der Hängebrücke ein völlig neuer Gedanke, wie die Rüdenburg am besten in ein touristisches Konzept einzubinden ist.“

Deshalb, ergänzt SPD-Ratsmitglied Jens Hahnwald, dürfe ein solcher Prozess nicht aufhören.

„Im Gegenteil, wir müssen die Bürger ernst nehmen, die sich gedanklich mit der Fortentwicklung unserer Stadt auseinandersetzen. Denn das, was derzeit an Ideen zum Schlossberg aufkommt, ist absolut genial.“

Vergebliche Anträge

Die SPD, sagt Hahnwald, stelle nahezu jedes Jahr einen Antrag, dass sich alle Beteiligten in Sachen Schlossberg an einen Tisch setzen sollten. „Aber nichts geschieht.“ Daher seien sich die Sozialdemokraten mit den Bürgern darin absolut einig, dass jetzt endlich etwas passieren müsse.

Mit den kleinen Dingen schon sofort beginnen

Dabei könne man schon mit den kleinen Dingen sofort beginnen, findet Ralf Bittner. Zum Beispiel die Hinweisbeschilderung zum Oberfreistuhl erneuern und auch diesen historischen Ort besser zu pflegen.

„Die Menschen müssen sehen, dass wir etwas in Bewegung bringen und den weiteren Weg mit ihnen gemeinsam beschreiten wollen.“ Wobei das gemeinsam besonders auch die Altstädter und Muffrikaner einschließe.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben