Bürgermeisterwahl

SPD-Stadtverband hebt Bittner auf den Schild

Mit dieser – bewusst nicht roten – Bank geht Ralf Bittner (2.v.li.) ab Samstag in den Wahlkampf, zum Auftakt steht sie am Hüstener Markt. Als erste Bürgerin signiert Margit Hieronymus (SPD Hüsten, links). Viele weitere Bürger sollen folgen, wünschen sich auch (v.re.) MdB Dirk Wiese, der stellv. Landrat Dr. Michael Schult und Birgit Sippel (MdEP).Foto:Torsten Koch

Mit dieser – bewusst nicht roten – Bank geht Ralf Bittner (2.v.li.) ab Samstag in den Wahlkampf, zum Auftakt steht sie am Hüstener Markt. Als erste Bürgerin signiert Margit Hieronymus (SPD Hüsten, links). Viele weitere Bürger sollen folgen, wünschen sich auch (v.re.) MdB Dirk Wiese, der stellv. Landrat Dr. Michael Schult und Birgit Sippel (MdEP).Foto:Torsten Koch

Arnsberg.   SPD-Parteitag im Hüstener Gesellenhaus: 100-Prozent-Votum macht Ralf Paul Bittner zum Bürgermeister-Kandidaten. Gewählt wird am 4. Februar 2018.

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Seit Donnerstagabend heißt es „offiziell“ statt „designiert“: Ralf Paul Bittner ist der sozialdemokratische Kandidat für das Amt des Bürgermeisters der Stadt Arnsberg. Während eines Parteitags des SPD-Stadtverbands in der Gaststätte „Gesellenhaus“ in Hüsten wurde der 50-Jährige einstimmig nominiert: Alle 33 anwesenden Delegierten aus den Ortsverbänden stimmten für den Oeventroper.

Einstündige Rede

Zuvor ­hatte Bittner den anwesenden Genossen in einer knapp einstündigen Rede seine Beweggründe erläutert, Nachfolger des ins Amt des Regierungspräsidenten gewechselten Hans-Josef Vogel (CDU) zu werden. Dabei blickte er zunächst zurück: „Als ich vor 31 Jahren direkt nach dem Abitur in die SPD eingetreten bin, war mein Wunsch, mich aktiv in die Gesellschaft einzubringen und durch mein politisches Handeln meine Stadt – und auch die Welt – ein Stück weit besser zu machen. Meine Wirklichkeit und die Wirklichkeit vieler anderer durch stetigen politischen Einsatz zu erkennen und zu verbessern“, führte Bittner aus. Und nach vielen Jahren gesellschaftlichen und politischen Wirkens sei es nun sein Ziel, das in Zukunft an einer herausragenden Stelle – als Bürgermeister seiner Heimatstadt Arnsberg – zu tun.

Was er, sollte er am 4. Februar 2018 gewählt werden, alles zu tun gedenkt, erläuterte der Anwärter auf das Amt des Stadtoberhauptes dann bei seinem Blick in die ­Zukunft:

Ein wesentlicher Faktor erfolgreicher Stadtpolitik sei es, als Bürgermeister Vermittler zwischen Bürger und Stadtverwaltung zu sein, so der 50-Jährige, einer Verwaltung, die sich laut Bittner mit veränderten Erwartungen konfrontiert sieht. Es gehe mehr denn je darum, Dienstleistungen für die Bürger/-innen einfach, schnell und sicher – digital und analog – zu erbringen. Dabei gelte es, Bedürfnisse der Mitarbeiter/­-innen als wesentliche persönliche Faktoren, deren Ideen und Kreativität als Erfolgsgaranten mit einzubeziehen.

Beteiligung der Bürger forcieren

Sollte Bittner Verwaltungschef werden, möchte er seine vielfältigen persönlichen Führungserfahrungen in die Verwaltung einbringen. Transparenz von und Beteiligung der Bürger an lokalpolitischen Entscheidungen will der Sozialdemokrat forcieren – und setzt dabei vor allem auf die Bezirksaus­schüsse. Diese, so seine Beobachtung, würden von vielen interessierten Bürgern besucht. Er prüfe die Möglichkeit, dass Einwohner aus Arnsberg ihre Sicht der Dinge in ­Sitzungen der Bezirksausschüsse vorbringen können. Solche Einwohnerfragestunden gestalteten sich bislang formal schwierig, doch so könne direkte Bürgerbeteiligung gelingen. Dem Ausbau des Wirtschafts- und Gesundheitsstandortes Arnsberg kommt laut Ralf Bittner „eine große Bedeutung zu“.

Ein Bürgermeister für alle Parteien

Stadtwerke Arnsberg und Sparkasse Arnsberg/Sundern gelte es, zukunftsfähig aufzustellen. Seine langjährige Erfahrung als Mitglied in den jeweiligen Gremien werde er dabei einbringen. „Die Stadtwerke haben unter Karl-Heinz Weißer und seinem Team eine rasante Entwicklung genommen“, lobt er. Entwicklung des „campus“ als kompetente Institution in den Bereichen Energieeffizienz, Wasser, Abwasser, Elektromobilität, Digitalisierung, Infrastruktur sei der weitere Weg.

Sein weiterer Weg soll den „frisch auf den Schild gehobenen“ Amtsanwärter nun in den Bürgermeister-Sessel führen. „Ein Bürgermeister für alle Parteien“ möchte er sein. „Ich biete allen demokratischen Parteien eine Zusammenarbeit an – im Sinne der Stadt“, so Bittner am Ende seiner Rede, die mit lang anhaltendem Applaus bedacht wurde.

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