Stadtentwicklung

Stabile Konstruktion könnte Zelt der Bürgerschützen ersetzen

Auf der Festwiese der Bürgerschützen könnte im Zuge der Neugestaltung der Promenade das mobile Festzelt durch eine dauerhafte Konstruktion abgelöst werden. Ein Ideenwettbewerb soll Aufschluss bringen.

Foto: Wolfgang Becker

Auf der Festwiese der Bürgerschützen könnte im Zuge der Neugestaltung der Promenade das mobile Festzelt durch eine dauerhafte Konstruktion abgelöst werden. Ein Ideenwettbewerb soll Aufschluss bringen.

Arnsberg.   Im Zuge der Umgestaltung der Promenade setzen Stadt und Arnsberger Bürgerschützen auf einen Ideenwettbewerb für die Festwiese.

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Der historisch bedeutende, ursprünglich parkartig angelegte Freiraum zwischen Festhalle Promenade und Ruhr soll in Kooperation von Stadt und Bürgerschützen deutlich aufgewertet werden.

In diesem Zug könnte das nur zum Schützenfest auf der Festwiese installierte große Zelt durch eine anspruchsvolle und dauerhafte Konstruktion ersetzt werden. Und zwar ortsverträglich. Was es da für Gestaltungsmöglichkeiten gibt, soll in einem Ideenwettbewerb ausgelotet werden.

Schützen sind von Beginn an in Vorhaben involviert

Weil sich die anstehenden Veränderungen durch die Neugestaltung der Promenade praktisch im „Wohnzimmer“ der Bürgerschützen abspielen, war es für Hauptmann Peter Erb wichtig, von Beginn an als Schützengesellschaft den Fuß in der Tür zu haben, um in offener Diskussion gemeinsam mit den Stadtverantwortlichen zu einem guten Ergebnis zu gelangen.

„Schließlich sind hier auch unsere Belange betroffen,“ macht Erb deutlich, „denn wir als Schützen haben natürlich bestimmte Anforderungen an eine Festwiese.“ Doch wie diese letztlich aussehen könnte - ob weiter Festzelt oder feste Überdachung - das stehe derzeit noch völlig in den Sternen.

Schützen sind auf Wettbewerbsergebnisse gespannt

„Deshalb werden wir ja auch gemeinsam den Ideenwettbewerb starten, um zu schauen, was geht.“ Da, so Peter Erb, sei man als Schützengesellschaft selbst gespannt, was auf diesem Weg an Vorschlägen zusammenkomme.

Und nach dessen Abschluss müsse sorgfältig geprüft werden, „welche Ideen machbar und vor allem von der Kostenseite her möglich sind“. An den Kosten werde sich die Schützengesellschaft beteiligen.

Unterschiedliche Meinungen bei Bürgerschützen

Der Arnsberger Hauptmann verhehlte allerdings nicht, dass es zu diesem Thema in der Bürgerschützengesellschaft durchaus auch unterschiedliche Meinungen gibt. „Für viele hat eben das Feiern im Zelt eine ganz besondere Atmosphäre.“

Aber der gesamte Prozess stehe jetzt erst am Anfang, daher sei abzuwarten, was letztlich an konkreten Vorschlägen auf den Tisch komme.

Stadt ergreift flankierende Maßnahmen

Von städtischer Seite sollen flankierende Maßnahmen zu Wegeführung, Grüngestaltung, Neuordnung der Stellplätze und städtebaulich-landschaftsgestalterischer Einbindung der Hangsituation zwischen Kloster Wedinghausen und Neumarkt ergriffen werden, erklärte dazu Stadtsprecher Elmar Kettler auf Anfrage unserer Zeitung.

Lösung mit Qualität

Um in dieser Sache eine tragfähige und vor allem qualitätvolle Lösung zu finden, „werden angesichts der Größe der Aufgabe voraussichtlich verschiedene Planer zur Teilnahme am Ideenwettbewerb aufgefordert werden“, so Kettler weiter.

Auf Grundlage der Wettbewerbsergebnisse soll dann dieser Freiraum zwischen Festhalle und Ruhr auch für weitere Nutzungsmöglichkeiten geöffnet und gemeinsam mit der Kurfürstlichen Promenade umgestaltet werden.

Gestaltung unter Städtebaulichen Denkmalschutz

„Dies alles wird im Rahmen der Aktualisierung des Integrierten Handlungskonzeptes für die Altstadt in den Städtebaulichen Denkmalschutz aufgenommen.“

Und damit, sagt Elmar Kettler, wäre eine 80-prozentige Förderung verbunden. Den Eigenanteil für die Festwiesengestaltung dagegen würden sich Bürgerschützen und die Stadt entsprechend der Aufgabenstellung teilen.

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