Steuern

Steuern 2018: Arnsberg und Sundern NRW-weit im Mittelfeld

Bei der Grundsteuer B finden sich Arnsberg und Sundern unter den 396 Kommunen Nordrhein-Westfalens im Mittelfeld wieder.

Bei der Grundsteuer B finden sich Arnsberg und Sundern unter den 396 Kommunen Nordrhein-Westfalens im Mittelfeld wieder.

Foto: dpa

Arnsberg/Sundern.  Wer in Arnsberg und Sundern für Grund- und Gewerbesteuern wie tief in die Tasche greifen muss, hat das statistische Landesamt NRW-weit verglichen

Bei der Grundsteuer A und B sowie der Gewerbesteuer befinden sich Arnsberg und Sundern unter den 396 Kommunen Nordrhein-Westfalens jeweils im Mittelfeld. Welche nordrhein-westfälische Stadt/Gemeinde Unternehmen den günstig­sten Gewerbesteuer-Hebesatz bietet und wo Landwirte und Hauseigentümer die höchsten Grundsteuer-Hebesätze aufbringen müssen (siehe Infobox), hat Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT NRW) als statistisches Landesamt jetzt für das Jahr 2018 aufge­listet.

Arnsberg agiert bei Gewerbesteuer A sehr günstig

Arnsberg rangiert bei der Gewerbesteuer A mit 249 Prozent auf Rang 267, bei der Grundsteuer B mit 523 Prozent auf Rang 171. Der Gewerbesteuer-Hebesatz der größten Kommune des HSK lag im vergangenen Jahr bei 459 Prozent, das heißt Rang 153. (Rangziffer 1 bedeutet höchster, Rangziffer 396 niedrigster Hebesatz in Nordrhein-Westfalen).

Verl liegt NRW-weit vorn

Sundern wird bei der Grundsteuer A mit 304 Prozent auf Rang 141 geführt, liegt bei der Grundsteuer B mit 497 Prozent auf Rang 198. Der Gewerbesteuer-Hebesatz der Röhrstadt lag im vergangenen Jahr bei 460 Prozent – Rang 139 in NRW.

Zum Vergleich: In Nordrhein-Westfalen reichte die Spanne bei der Grundsteuer A von 130 Prozent (Verl im Kreis Gütersloh) bis 825 Prozent (Hürtgenwald im Kreis Düren). Den geringsten Hebesatz bei der Grundsteuer B meldete mit 230 Prozent ebenfalls Verl, den höchsten mit 959 Prozent Bergneustadt (Oberbergischer Kreis).

Der Gewerbesteuerhebesatz war in Monheim am Rhein (Kreis Mettmann) mit 250 Prozent am niedrigsten und in Oberhausen mit 580 Prozent am höchsten.

Neuregelung bis 31. Dezember 2019

Gut möglich, dass der Grundsteuer-Vergleich bald Makulatur wird: Mit Urteil vom 10. April 2018 erklärte der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichts die Ermittlung der für die Grundsteuer maßgeblichen Einheitswerte in Westdeutschland für Häuser und unbebaute Grundstücke auf Basis der Hauptfeststellung von 1964 für verfassungswidrig und forderte eine Neuregelung bis 31. Dezember 2019.

Am 1. Februar 2019 einigten sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz und die Länderfinanzminister auf ein Modell, bei dem die Grundstückswerte, das Alter von Gebäuden und die durchschnittlichen Mietkosten herangezogen werden. Obwohl die genaue Ausgestaltung noch nicht feststeht, wird es schon jetzt vereinzelt für verfassungswidrig gehalten...

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