Freibad Storchennest

Storchennest: Stadt wirft Kneippverein einen Rettungsring zu

Das Kleinkinderbecken des Freibades Storchennest soll möglichst noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Im Vordergrund das Tretbecken für die Gäste der weiterhin geöffneten Sauna.

Das Kleinkinderbecken des Freibades Storchennest soll möglichst noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Im Vordergrund das Tretbecken für die Gäste der weiterhin geöffneten Sauna.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Damit das Arnsberger Freibad abschließend saniert werden kann, sollen möglichst spezielle Förderbanken angezapft werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Nachdem das Freibad „Storchennest“ im Jahrhundertsommer 2018 aufgrund der nicht rechtzeitig abgeschlossenen Sanierung für den Schwimm- und Badebetrieb komplett ausgefallen ist, zeigt sich die Stadt zuversichtlich, dass der Kneippverein als Betreiber die Angelegenheit in den Griff bekommt und damit das Freibad 2019 wieder zur Verfügung steht.

Zudem lässt man den Verein - was die zusätzlich für den Fortgang der Arbeiten erforderlichen Geldmittel betrifft - wohl nicht im Regen stehen.

Fachbereichsleiter: „Wir sind jedenfalls guten Mutes“

„Wir sind jedenfalls guten Mutes,“ erklärte der zuständige Fachbereichsleiter Peter Kleine im Bezirksausschuss, „dass alle Arbeiten bis zur neuen Saison erledigt sind.“ Dieser Auffassung sei auch das Grünflächenamt, das eng mit dem Kneippverein kooperiere.

Grundsätzlich, so Kleine, erfordere die technische Sanierung eines Freibades einen enormen Aufwand. Und da man bei den laufenden Arbeiten „überraschend auf Bausünden und Versäumnisse aus den letzten 20, 30 Jahren gestoßen ist“, sei es zu Verzögerungen und einem Anstieg der Baukosten gekommen.

Zusätzlicher Mittelbedarf vornehmlich für Kinderbecken

Gerade vor diesem Hintergrund müsse man dem Kneippverein höchste Achtung aussprechen: „Es ist toll, dass der Verein dennoch den Mut hat, die Aufgabe zu stemmen. Auch mit enormer Eigenleistung der Mitglieder.“

Der zusätzliche Mittelbedarf bezieht sich in erster Linie auf die Wiederherrichtung des Kleinkinderbeckens und die Installation einer Rutsche am mittleren Becken. Hier suchen nun Kneippverein und Stadt gemeinsam nach einer Lösung.

Option: Kreditfinanzierung über Sportstättenprogramme

Denkbar sind Kreditfinanzierungen über Sportstättenprogramme von speziellen Förderbanken.

Sollten die Voraussetzungen dafür nicht gegeben sein, „muss eventuell eine Möglichkeit der Kreditgewährung durch die Stadt geprüft werden“, heißt es aus dem Rathaus.

„Das funktioniert nicht“

Peter Kleine erteilte herumschwirrenden Überlegungen eine Absage, auf die auf der hinteren Freibadwiese geplante Mehrgenerationenfläche zu verzichten und die dafür vorgesehenen Mittel in die weiteren Freibad-Arbeiten zu pumpen.

„Das funktioniert nicht, diese Mehrgenerationenfläche war Türöffner für die Fördermittel des Landes.“ (siehe Zweittext) Diese seien - wie berichtet - an die Stärkung des Quartiers insgesamt gebunden.

Für Beckenabdichtung scheint Lösung gefunden

Wird ein Ausweg gefunden, will der Kneippverein vordringlich das Kleinkinderbecken – möglichst noch 2018 – fertigstellen und die Rutsche installieren lassen.

Für die Abdichtung des Kinderbeckens scheint übrigens zusammen mit einem heimischen Dachdecker-Unternehmen eine Lösung gefunden.

Noch auf Okay warten

Hier müsse nur noch von zuständiger Stelle die schriftliche Bescheinigung der Tauglichkeit abgewartet werden. Das mündliche Okay liegt laut Kneippverein bereits vor.

Abgeschlossen seien dagegen die Arbeiten an den großen Becken, der Technik und der Warmwasseraufbereitung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik