Musik

Stuart Styron aus Neheim wechselt vom Schauspiel zur Musik

Stuart Styron aus Neheim.

Foto: Ted Jones

Stuart Styron aus Neheim. Foto: Ted Jones

Neheim.   Erst auf das falsche „Pferd“ gesetzt, jetzt in der Musik zuhause: Der Neheimer Stuart Styron will sich künstlerisch nicht einengen lassen.

Er ist ausgebildeter und staatlich anerkannter Schauspieler. Doch seine Berufung ist die Musik: Stuart Styron. Der 41-jährige Neheimer hat daher folgerichtig das Theaterspielen aufgegeben und nun bereits - ganz frisch - seine zweite CD herausgebracht. Titel: „Humaniac“.

Musik, Schauspiel, Musik. Mit diesen drei Worten lässt sich der Werdegang Stuart Styrons leicht nachvollziehen. Dabei ist es zunächst die Musik, die ihn zum Schauspiel bringt.

„In bin ein 80er Jahre Kind und mit ,Aha’ aufgewachsen“

„In bin ein 80er Jahre Kind und mit der norwegischen Gruppe ,Aha’ aufgewachsen. Das war meine Inspiration.“ Doch nicht etwa für musikalisches Schaffen. Vielmehr impfen ihm die Videos der Gruppe den Virus „Theater“ ein. Und der lässt ihn erst einmal nicht mehr los.

So führt der Weg des Neheimers zunächst nach Hamburg, zur Schauspielschule, die er mit Erfolg beendet. Doch bereits während der Ausbildung setzen erste Zweifel an dieser Berufswahl ein.

Stärke liegt in der Improvisationskunst

Weil er erkannt habe, so Styron, das seine Stärke mehr in der Improvisation, in der Kreativität liegt. „Schließlich bin ich ja nicht Künstler geworden, um die Texte anderer nachzusprechen. Das ist künstlerisch nicht befriedigend, man muss selbst etwas kreieren.“ Und das funktioniere für ihn am besten in der Musik.

Nach Abschluss der Schauspielschule übernimmt Stuart Styron dennoch zunächst einige kleinere Rollen. Eine Aufgabe, die ihn aber nie wirklich beeindruckt habe.

„Dann habe ich sofort losgelegt“

Vielmehr reift schließlich „aus dem schleichenden Prozess der Entfremdung zur Schauspielerei die Entscheidung, das Theater aufzugeben und meine Kreativität in Musik umzusetzen“.

Das sofort mit Dampf: Stuart Styron absolviert ein Studium zum „Soundtrackcomposer“ - das sind die, die die Filmmusik entwickeln - und lernt zugleich Gitarre spielen, schafft sich ein Keyboard, ein Mikro und weiteres Equipment an. „Dann habe ich sofort losgelegt.“

Erst entsteht im Kopf ein Bild, dann die Musik dazu

Dabei geht Styron nach einem festen Schema vor: „In meinem Kopf entsteht ein Bild, dann wird dazu Musik improvisiert und das Thema fortentwickelt.“

Bei den Texten, sagt der Künstler, achte er streng darauf, dass „die jeweiligen Worte zum Instrument passen“. Und gesungen wird in Englisch. „Weil diese Sprache weicher ist, besser fließt und weil ich international ausgerichtet bin.“

Dennoch wolle er nicht ausschließen, später einmal in deutscher Sprache zu singen.

Neue CD „Humaniac“ komplett in Eigenregie erstellt

Seine neue CD „Humaniac“, erklärt Stuart Styron, beinhalte reine Elektromusik. Alle darauf enthaltenen Stücke habe er selbst komponiert, die Lieder selbst getextet und auch jedes Instrument selbst eingespielt.

Was auch für den Erstling mit dem Titel „Visaplanet“ gelte. Allerdings gibt es auf dieser CD keine reine E-Musik, sondern Elektro-Pop im alternativen Stil der 80er Jahre zu hören.

Auch die Filmmusik hat er im Fokus

„Humaniac“ soll übrigens nicht die letzte Veröffentlichung sein. „Im Gegenteil. Ich habe bereits über 20 Demo-Alben zu 70 Prozent fertiggestellt. Da habe ich in den nächsten sieben bis acht Jahren noch richtig gut zu tun,“ sieht Stuart sich nicht beschäftigungslos.

Aber auch der Filmmusik will sich der Neheimer Künstler widmen. Denn ohne ansprechende und vor allem passende Musik sei einem Film - egal welchen Inhalts - kein Erfolg beschieden.

„Was man auch daran erkennen kann, dass keine relevante Filmszene ohne Musik ist, sondern diese erst die Dramatik herausarbeitet.“

Stuart Styron lebt nach den 10 Geboten

Stuart Styron, hat übrigens aramäische Wurzeln. „Ich bin daher streng katholisch erzogen, zur Kommunion gegangen, aber griechisch-orthodox getauft worden.“

So habe ihm auch seine Mutter immer wieder aufs Neue ans Herz gelegt, nach den zehn Geboten zu leben. „Und das mache ich, weil es mir persönlich sehr wichtig ist.“

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