Bürgermeister-Stichwahl

Ticker Sundern: Klaus Rainer Willeke wird Bürgermeister

Das Team von Klaus Rainer Willeke feiert den voraussichtlichen Sieg in der Bürgermeister-Stichwahl.

Das Team von Klaus Rainer Willeke feiert den voraussichtlichen Sieg in der Bürgermeister-Stichwahl.

Foto: Frank Albrecht

Sundern.  Unsere Zeitung präsentiert zur Bürgermeister-Stichwahl in Sundern einen Live-Ticker. Lesen Sie hier, was passiert.

Hier sind sie immer auf dem neuesten Stand, was bei der Stichwahl in Arnsberg und Sundern passiert:

20.36 Uhr: Gratulationen zu Willekes Sieg gab es von vielen Seiten aus der Politik. Rüdiger Laufmöller (FDP) zollte aber auch Georg Te Pass (CDU) Respekt und kündigte an, dass sich die FDP nun konstruktiv in die Ratspolitik einbringen werde. Auch der schon vor zwei Wochen unterlegene Serhat Sarikaya (Bürger für Sundern) gratulierte und hofft, das Willeke nun ein „besseres Händchen als Ralph Brodel“ habe. Michael Stechele von der SPD zeigte sich beeindruckt vom klaren Wahlsieg von Willeke und dem damit verbundenen Votum. Es werde nun darauf ankommen, dass Willeke den konstruktiven Dialog mit allen Parteien suche.

20.20 Uhr: Der CDU-Kandidat Georg Te Pass sieht nach seiner Niederlage in der Bürgermeister-Stichwahl jetzt auch seine Partei in der Verantwortung. „Natürlich ist jetzt zunächst Klaus Rainer Willeke in der Pflicht, Sundern nach Jahren des Stillstandes nach vorne zu bringen“, sagt er. In der Verantwortung sieht er aber auch seine CDU. Auch diese müsse nun nach vorne schauen und dazu beitragen, dass es nicht beim Stillstand bleibe, sondern helfen, „Sundern zu entwickeln und nach vorne zu bringen“. Von seinem eigenen Wahlergebnis zeigte sich Te Pass enttäuscht.

20.00 Uhr: Jetzt meldet sich auch Klaus Rainer Willeke zu Wort. Im Gespräch mit unserer Zeitung sprach er von der „Chance zum Neuanfang“. „Jetzt können wir viele Dinge angehen, die zuletzt liegengeblieben sind“, sagte er. Er sei optimistisch, dass der Neuanfang gelingen werde. „Ich freue mich sehr über dieses tolle Votum“, so Willeke. Er verwies darauf, dass er alle Stimmbezirke für sich entscheiden konnte.

Dabei saß der künftige Bürgermeister schon auf gepackten Koffern. Nach mehr als 100 Terminen in den vergangenen Wahlkampfwochen wird er jetzt erst einmal mit seiner Frau Ellen Urlaub machen. Im Anschluss gehe es direkt an die Gespräche mit der Verwaltung und den politischen Vertretern.

19.50 Uhr: Der unterlegene Georg Te Pass von der CDU zeigt sich auch in der Niederlage als guter Verlierer. „Ich kann Klaus Rainer nur gratulieren“, sagt er am Abend zu unserer Zeitung, „ich selber hätte mir mehr Stimmen gewünscht“. Dabei saß er schon auf gepackten Koffern. Nach mehr als 100 Terminen in den vergangenen Wahlkampfwochen wird er jetzt erst einmal mit seiner Partnerin Ellen Urlaub machen.

19.05 Uhr: Jetzt ist es amtlich: Klaus Rainer Willeke setzt sich in allen Stimm- und Wahlbezirken als Sieger durch und erhält stadtweit 73,48 Prozent der Stimmen. Georg Te Pass von der CDU kommt auf 26,52 Prozent der Stimmen. Bei der Wahl vor zwei Wochen hatte er unter vier Kandidaten noch 29,05 Prozent erhalten. Offenbar gelang es ihm und der CDU nicht, die Wähler erneut und darüber hinaus zu mobilisieren.

19 Uhr: Georg Te Pass konnte nicht einen einzigen Stimmbezirk für sich entscheiden. Am besten schnitt er noch in Meinkenbracht ab, wo 40,23 Prozent der Stimmen für ihn abgegeben wurde. Unterdessen laufen im Hofcafé bei Klaus Rainer Willeke während der letzten Stimmauszählungen bereits die Gratulationen ein.

18.57 Uhr: Nur noch ein Stimmbezirk (Langscheid Süd) ist noch nicht ausgezählt: Klaus Rainer Willeke kann zu seiner Wahl zum Bürgermeister der Stadt Sundern gratuliert werden. 73,36 Prozent der gültigen Stimmen entfielen auf ihn. Bedenklich allerdings: Die Wahlbeteiligung lag nur knapp über 51 Prozent. Das war vor zwei Wochen bei der Bürgermeisterwahl noch zehn Prozentpunkte besser gewesen.

18.44 Uhr: 23 von 29 Stimmbezirke sind ausgezählt - und „KRW“ liegt mit 74,45 Prozent quasi uneinholbar vorne. Es ist klar: Er wird Bürgermeister von Sundern.

18.40 Uhr: Halbzeit bei der Stimmauszählung: Nach 14 von 29 Stimmbezirken kommt Georg Te Pass (CDU) gerade einmal auf 24,20 Prozent der Stimmen. Der Rest geht an Klaus Rainer Willeke. Er darf die Sektkorken schon knallen lassen.

18.32 Uhr: Sein Heimspiel im Stimmbezirk Hagen/Wildewiese entscheidet Willeke mit 89,68 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 71,99 Prozent für sich. Es wird im wahrscheinlicher, dass der neue Sunderner Bürgermeister aus „Kuhschiss“ Hagen kommt. Nach rund einem Drittel der ausgezählten Stimmen kommt Willeke auf fast 74,75 Prozent der Stimmen. Alle ausgezählten Stimmbezirke sehen bislang Georg Te Pass (CDU) als unterlegenen Kandidaten.

18.26 Uhr: Auch Stemel will mehrheitlich Klaus Rainer Willeke. 65,30 Prozent der 622 Stimmen gehen an den Hagener. Die Wahlbeteiligung hier ist mit 43,57 Prozent allerdings schwach. In Langscheid Nord stimmten sogar 81,67 Prozent für Willeke. Nach 7 von 29 Stimmbezirken kommt er auf 72,90 Prozent. Der Trend geht klar in Richtung Klaus Rainer Willeke als neuen Bürgermeister. Aus dem Hofcafé in der Röhre ist bereits lauter Jubel aus dem Willeke-Lager zu hören.

18.16 Uhr: Auch in Amecke und Seidfeld liegt Willeke klar vorne - mit 79,17 und 67,89 Prozent. Nach vier von 29 ausgezählten Stimmbezirken hat Willele 70,04 Prozent der Stimmen auf sich vereint.

18.12 Uhr: In Linnepe ist ausgezählt . 67,50 Prozent stimmen hier für Klaus Rainer Willeke. Die Wahlbeteiligung in diesem Wahllokal lag aber nur bei 48,63 Prozent. Es folgen aber noch 22 Wahllokale.

18 Uhr: Die Wahllokale in Sundern sind geschlossen - jetzt wird es spannend. Alle warten darauf, aus welchem Wahllokal das erste Ergebnis vermeldet wird. In den 23 Wahllokalen sollte es mit dem Auszählen allzu lange nicht dauern, glaubt Sunderns Wahl-Koordinator Martin Balkenohl. Im Gegensatz zur Wahl vor zwei Wochen müssen nicht vier Wahlzettel, sondern nur einer sortiert und ausgezählt werden.

17.08 Uhr: In 52 Minuten werden die Urnen in den 23 Wahllokalen von zahlreichen Helfern geöffnet. Die Spannung bei den beiden Kandidaten und ihren Wahlkampf-Teams steigt. Herausfordernder kann ein Wahlkampf nicht sein.

16.15 Uhr: Felix Lotze aus der Abteilung Politikverwaltung des Rathauses hat die letzten 40 Briefwahlumschläge aus dem Briefkasten der Stadtverwaltung am

Rathaus-Haupteingang geholt. Nun beginnt im Rathaus die Zuordnung der Briefwahlunterlagen zu den jeweiligen Stimmbezirken. Anschließend bringt ein Kurierfahrzeug die Urnen vom Rathaus in die einzelnen Wahllokale. Um 18 Uhr werden sie dann in die groß Urne geworfen und miteinander vermischt. Erst danach beginnt dann das Auszählen.

15.25 Uhr: Nun hat auch Georg Te Pass an der Realschule Sundern seine Stimme abgegeben. Der

Rücklauf ist derzeit noch etwa mau, so heißt es zum Beispiel in Hachen (14 Uhr) gerade mal etwas über 15 Prozent: „Allerdings kommen später ja noch die Briefwähler hinzu und erhöhen die Quote“, fügt Wahlleiterin Ursula Schnelle hinzu. Etwas über 7000 Sunderner haben per Brief gewählt.

Den Abschluss der Kommunalwahl feiern die beiden Parteien am heutigen Abend im Hofcafé in der Röhre (Willeke) und im „Tagwerk“ mitten in Sundern (Te Pass/CDU).

13.08 Uhr: Zur Mittagszeit spricht Martin Balkenohl aus dem zentralen Wahlbüro in Arnsberg von „einer durchschnittlichen Wahlbeteiligung“. Bis 13 Uhr sei die Wahl in allen Stimmbezirken reibungslos und ohne Zwischenfälle verlaufen. Ohnehin hätten etwas mehr als 7000 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme bereits per Briefwahl abgegeben -im ähnlichen Rahmen wie vor zwei Wochen. Dafür, dass die Wahl in den örtlichen Wahllokalen ordentlich über die Bühne geht, sorgen unter Leitung der Wahlvorstände in Sundern insgesamt 198 Wahlhelfer/-innen. Diese sind ehrenamtlich im Einsatz, erhalten aber ein Erfrischungsgeld in Höhe von 25 Euro. „Man muss zwar immer Helfer ansprechen“, so Martin Balkenohl, „zwangsverpflichten mussten wir aber niemanden“.

Fünfter Bürgermeister seit Kommunalreform

12.50 Uhr: Die heutige Stadt Sundern wählt heute seit der Kommunalreform und den Eingemeindungen 1975 ihren fünften Bürgermeister. Bisherige Bürgermeister waren bis 1999 Franz Josef Tigges (* 14. April 1933; † 4. April 2001), von 1999 bis 2009 Friedhelm Wolf (* 6. Juli 1946) als erster hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt (CDU), von 2009 bis 2015 Detlef Lins (CDU) und seit 2015 Ralph Brodel (angetreten einst für SPD, Grüne, Linke, FDP und WISU).

10.50 Uhr: Kandidat Klaus Rainer Willeke ging in seinem Heimatort im Kindergarten in Hagen zur Wahl. In „seinem“ Stimmbezirk Hagen/Wildewiese holte er vor zwei Wochen 73,17 Prozent der Stimmen - so viele wie in keinem anderen Wahllokal. Sein Konkurrenz Georg Te Pass (CDU) erzielte sein bestes Ergebnis vor zwei Wochen in Hövel mit 48,39 Prozent. In 25 von 29 Stimmbezirken lag Klaus Rainer Willeke am 13. September vorne.

10 Uhr: Aufgerufen zur Wahl in Sundern sind zur Bürgermeister-Stichwahl rund 23.000 Wahlberechtigte. Vor zwei Wochen lag die Wahlbeteiligung bei den Bürgermeisterwahlen bei 61,43 Prozent. Viele Sunderner haben schon vorab per Briefwahl gewählt - rund 7000 Menschen haben so ihre Stimme schon abgegeben. Die höchste Wahlbeteiligung vor zwei Wochen gab es bei der Bürgermeisterwahl vor zwei Wochen im Stimmbezirk in Allendorf mit über 80 Prozent.

8.45 Uhr: Bereits seit 7.30 Uhr ist Sebastian Held im Wahllokal als Wahlhelfer im Einsatz. Der Polizist und Fußballer erfüllt damit einmal mehr seine „Bürgerpflicht“. Er aber wird sicher den einen oder anderen Kaffee brauchen. Er kam nämlich nach einer 42-Stunden-Schicht am Tagebau Garzweiler direkt vom Dienst ins Wahlbüro.

8 Uhr: Seit 8 Uhr sind die Wahlokale in Sundern geöffnet. Zur Stichwahl um das Amt des Bürgermeisters stehen Klaus Rainer Willeke und der für die CDU ins Rennen gehende Georg Te Pass. Beide hatten sich in der „ersten Runde“ vor zwei Wochen durchgesetzt. 47,19 Prozent der Stimmen gingen da an Klaus Rainer Willeke, während Georg Te Pass auf 29,05 Prozent der abgegebenen Stimmen kam. Amtsinhaber Ralph Brodel (12,46%) und Herausforderer Serhat Sarikaya (Bürger für Sundern/11,29 Prozent) waren abgeschlagen.

In der vergangenen Woche haben sich beide Kandidaten noch einer Web-Podiumsdiskussion unserer Zeitung gestellt und ihre Positionen geschärft.

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