Einschulung

Tolle Atmosphäre bei der Einschulung in Oeventrop

Für Kamara, Mia und Lara ist am Donnerstag an der Grundschule Oeventrop in Dinschede eine ungewöhnlicher und spannender erster Schultag zu Ende gegangen.

Für Kamara, Mia und Lara ist am Donnerstag an der Grundschule Oeventrop in Dinschede eine ungewöhnlicher und spannender erster Schultag zu Ende gegangen.

Foto: Frank Albrecht

Oeventrop.  Mit kreativen Ideen lässt sich trotz Corona etwas schaffen, das in Erinnerung bleiben wird. Bei Eltern und Kindern.

Hätte man die Masken in den Händen der Eltern nicht gesehen – das Ambiente hätte mehr an ein entspanntes Beisammensein als an eine Einschulungsfeier erinnert.

Die Grundschule Dinschede in Oeventrop hatte Donnerstag nur die Eltern der I-Dötzchen zum Empfang an das neu gestaltete Ruhrufer unweit der Schule geladen, um mit Gottesdienst und Ansprache der Schulleiterin den Start in den „Ernst des Lebens“ für 60 Schulkinder aus Oeventrop, Uentrop und Rumbeck zu feiern.

Simone Eickhoff: „Es ist ein unglaublich starker Einschulungsjahrgang“

„Es ist ein unglaublich starker Einschulungsjahrgang“, freute sich Schulleiterin Simone Eickhoff nach dem ersten Teil der Feier am Fluss. Mit den 60 I-Dötzchen, die ihren ersten Schultag in Oeventrop hatten, konnten an der Grundschule Dinschede drei Einstiegsklassen gebildet werden – so viele wie schon lange nicht mehr.

Während auf dem Gelände am Fluss nur die Eltern der Kinder zugelassen waren, konnten alle den Mundschutz auf ihren Sitzbänken wieder abnehmen.

Die Bänke hatte sich die Schule von den Oeventroper Schützen geliehen, von den Technischen Diensten der Stadt Arnsberg waren sie zum Gelände gebracht und später wieder abgeholt worden. Zwischendurch zogen die Bänke mit den Eltern noch auf den Schulhof, auf dem für jedes Elternpaar eigenes eine persönliche Sitzbank reserviert worden war.

Pastor Ernst Thomas: „Die Schule beginnt mit Gottes Segen“

Pastor Ernst Thomas hatte nach der Begrüßung eine Messe zur Einschulung gehalten und Eltern und Kinder auf den neuen Schritt eingestimmt. „Die Schule beginnt mit Gottes Segen“, so Thomas, und Segen bedeute auch, den Menschen etwas Gutes zu sagen. Das tat auch Pastor Thomas, der mit Zustimmung aller Eltern die tolle Atmosphäre an der Ruhr lobte. Ein dort liegender alter Eichenstamm diente als Altar und unterstrich diesen Eindruck.

Bürgermeister Ralf Paul Bittner, der mit seiner Frau unter den Gästen weilte, las eine der Fürbitten für die Kinder vor. An der Ruhr sei bereits der Abschluss der 4. Klasse vor den Sommerferien gefeiert worden und der Ort bestens geeignet, befand Thomas.

Der Unterricht läuft bis zum Neubau der Grundschule in der „Villa Kunterbunt“

Schulleiterin Simone Eickhoff stellte den Eltern der Erstklässler an der Ruhr die neuen Räumlichkeiten an der Grundschule Oeventrop vor. Alle, so Eickhoff, würden nun in der „Villa Kunterbunt“ ihren Unterricht bekommen, so hat man das ehemalige Gebäude der Hauptschule Oeventrop genannt, das bis zum Neubau der Grundschule genutzt wird.

„Noch vor den Ferien fand die Anmeldung der Kinder im alten Schulgebäude statt, jetzt sind wir in die Hauptschule umgezogen“, sagte Eickhoff.

Alle an der Schule seien sich bewusst, dass dies eine ganz besondere Einschulung sei. Man sei aber auch hier der Aufforderung gefolgt, kreative Lösungen für die aktuelle Situation zu finden.

Auch die Maske war dabei

Auf dem Schulhof warteten die Eltern dann beim Einschulungscafé, das von den Eltern der Klasse 2 organisiert und durchgeführt wurde. Während die neuen Schulkinder in den Klassen von ihren Lehrerinnen begrüßt wurden, tauschte man sich auf dem Schulhof aus, die Maske war vorgeschriebener Bestandteil bis zum Sitzplatz.

Nach rund einer Stunde durfte aber der von Eltern und Schülern ersehnte Höhepunkt jeder Einschulungsfeier an der Grundschule Dinschede nicht fehlen: Zu einem kleinem Rahmenprogramm, das wegen Corona nicht live, sondern aus dem Lautsprecher mit Text und Gesang kam, wurden die Ballons in den Himmel geschickt – etwas früher als im Fahrplan von Simone Eickhoff vorgesehen.

Nadine Rüther: „Das war eine schöne Atmosphäre an der Ruhr und sehr gut organisiert“

„Das war eine schöne Atmosphäre an der Ruhr und sehr gut organisiert“, lobte Nadine Rüther, Mutter einer Erstklässlerin. Die Maskenpflicht für Kinder sei aber eine große Herausforderung. Auch gehe ein bisschen Sorge um den weiteren Ablauf des Schuljahres mit.

Yvonne und Frank Göckeler haben ebenfalls die Einschulung ihrer Tochter an der Ruhr genossen. „Wir müssen aus der Situation das Beste machen“, sagte Frank Göckeler, das Hochziehen der Maske sei dabei schon fast zu einem Reflex geworden.

Um den Schulstart für das eigene Kind machten sie sich keine Sorgen. Natürlich, lachte der Vater, wäre ihm eine bereits fertige neue Grundschule lieber gewesen. Die „Villa Kunterbunt“ sei aber auch eine gute Lösung, da sind sich die Eltern sicher.

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