Fach- und Aushilfskräftemangel

Tourismus: Arnsberg und Sundern fehlt Gastronomie-Personal

Carlo Cronenberg mit seinem FDP-Bundestagskollegen und Tourismus-Experten Roman Müller-Böhm am Sorpesee in Langscheid.

Carlo Cronenberg mit seinem FDP-Bundestagskollegen und Tourismus-Experten Roman Müller-Böhm am Sorpesee in Langscheid.

Foto: Martin Haselhorst

Langscheid.   Arnsberger DEHOGA-Vizepräsident Wosberg unterstreicht Forderungen vom am Sorpesee weilenden FDP-Tourismusexperten.

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Das Problem drückt die Branche. „Jedes Jahr kommt eine Schüppe Bürokratie hinzu“, sagt Hans-Dietmar Wosberg. Der Arnsberger Vizepräsident des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Westfalen beklagt, dass vor allem die kleineren Betriebe auch in Arnsberg und Sundern unter bürokratischen Auflagen leiden würden.

Der Müscheder FDP-Bundestagsabgeordnete Carlo Cronenberg traf sich nun mit dem Experten für Tourismuspolitik in der FDP-Bundestagsfraktion, Roman Müller-Böhm aus Oberhausen, am Sorpesee. Im Rahmen seiner tourismuspolitischen NRW-Tour besuchte dieser auch Tourismusregion Sauerland.

Meldeschein nicht digital

„Sehr schön hier am Sorpesee“, sagte er mit Blick auf den See vom Sorpedamm aus. Aus seiner Sicht aber trüge die Idylle: „Es soll zwar eine nationale Tourismus-Strategie geben“, sagt er, „doch ein positives Bekenntnis zum Tourismus bringt noch nix konkretes für die Gastronomen und Hoteliers“. Müller-Böhm verweist auf FDP-Ideen: Der noch immer per Hand geschriebene Meldeschein in Hotels müsste digitalisiert möglich sein. „Dann könnten Betriebe viele Stunden sparen“, so der Politiker. Fachkräftemangel müsste begegnet, die Arbeitszeitregelungen flexibilisiert werden. „Damit die Gastronomen raus aus der rechtlichen Grauzone kommen“.

Klagen darüber hat auch Carlo Cronenberg im Sauerland immer wieder vernommen. Wosberg unterstreicht das. Fehlende Fachkräfte sind das ganz große Problem: „Wir kriegen unsere Teams kaum noch voll“, so Wosberg. Trotz Fünf-Tage-Woche und „vernünftigem Lohnverhältnis“ fehle Personal. Vor allem Azubis und Aushilfen für die in Tourismus und Außengastronomie schwer kalkulierbaren Spitzen seien auch in Arnsberg und Sundern - anders als in Studentenstädten - nur noch schwer zu finden. Als Reaktion plant die DEHOGA, ab Herbst mit einem Multimedia-Bus auf Werbetour an Schulen zu gehen.

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