Personalabbau

Stellenabbau: Trilux spürt Preisverfall bei Leuchten

Blick auf den Verwaltungstrakt der Firma Trilux in Hüsten

Blick auf den Verwaltungstrakt der Firma Trilux in Hüsten

Foto: Trilux, / Trilux

Hüsten.  Die Firma Trilux strukturiert betriebliche Abläufe im Hüstener Werk neu, um effizienter zu arbeiten. Als Folge kommt es auch zu Personalabbau.

Der Bericht unserer Zeitung über Personalabbau im Hüstener Trilux-Werk hat in der Bevölkerung hohe Wellen geschlagen und bei einigen Bürgern Sorgen um das Leuchtenunternehmen ausgelöst. Im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte nun Joachim Geiger, Vertriebs- und Marketingchef bei Trilux, die Notwendigkeit, in individuellen Gesprächen mit 15 bis 20 Mitarbeitern eine einvernehmliche, sozialverträgliche Vereinbarung für ein Ausscheiden aus dem Betrieb zu finden (zum Beispiel über Vorruhestand oder Vermittlung in ein anderes Unternehmen). Im Laufe dieses Jahres hatte sich Trilux bereits von 15 bis 20 Mitarbeitern, auch über Nichtverlängerung von Zeitverträgen, getrennt, so dass sich der Personalabbau auf insgesamt 30 bis 40 Mitarbeiter (bei einer Belegschaftsstärke von etwa 1500 Mitarbeitern im Hüstener Werk) beläuft.

Trilux-Manager sieht Umfang des Personalabbaus im Rahmen jährlicher Fluktuation

„Bei der Trennung von 30 Mitarbeitern bewegen wir uns im Rahmen der jährlichen Fluktuation bei Trilux“, ordnete Joachim Geiger die Personalabbau-Zahl ein. Er räumte aber ein, dass bei normaler Fluktuation auch über Stellennachbesetzungen gesprochen werde. Dies sei nun häufig nicht der Fall. Gleichwohl gebe es nicht generell Personalabbau in der Trilux-Gruppe. So stelle Trilux weiterhin Fachkräfte ein. „Darüber hinaus wollen wir auch unsere eigenen Mitarbeiter für neue Aufgaben neu qualifizieren“, betont Geiger und kann dabei auf die firmeneigene Trilux-Akademie verweisen.

Strukturkosten sind zu senken

Der jetzt zu vollziehende Stellenabbau im Hüstener Werke zielt laut Geiger darauf ab, Strukturkosten im Leuchtengeschäft zu senken, damit sich Trilux im Wettbewerb mit anderen Leuchtenunternehmen weiterhin gut platzieren könne.

„Es gibt einen erheblichen Preisverfall in der Leuchtenbranche. Da wir heute häufig pro Leuchte deutlich weniger Umsatz als bisher erzielen, müssen wir effizienter arbeiten und hierfür Arbeitsprozesse neu strukturieren. Dies wiederum hat eine betriebliche Neuorganisation zur Folge, bei der alle Betriebsbereiche - von der Produktion bis zur Verwaltung - auf den Prüfstand hinsichtlich der notwendigen Personalkapazität kommen“, erläutert Geiger das Vorgehen. Der Vertriebs- und Marketing-Chef weist allerdings Unkenrufe über Trilux, die in sozialen Netzwerken wie Facebook kursieren, entschieden zurück.

„Trotz der schwierigen Lage auf dem europäischen Markt für technische Leuchten wird Trilux seinen diesjährigen Jahresumsatz stabilisieren, während im Durchschnitt der Branche Umsatzrückgänge zu verzeichnen sind. Wir werden allerdings im laufenden Jahr das anvisierte Umsatzwachstumsziel für die Trilux-Gruppe nicht erreichen können“, beschreibt Geiger die wirtschaftliche Lage des Leuchtenunternehmens Trilux, das weiterhin profitabel arbeite. Allerdings seien gute Unternehmensgewinne auch nötig, um wichtige Investitionen ins Unternehmen tätigen zu können.

Zahlen und Fakten zu Trilux

Die Trilux-Gruppe, zu der nach eigenen Angaben weltweit 30 Tochtergesellschaften und Beteiligungengehören, beschäftigt insgesamt knapp 5000 Mitarbeiter, davon rund 1500 Mitarbeiter am Stammsitz in Hüsten.

Im Internet www.trilux.com beziffert Trilux den Gruppenumsatz 2018 auf 681 Millionen Euro. 2017 belief sich der Umsatz allerdings noch auf 714 Millionen Euro (diese Zahl stammt vom Generalbevollmächtigten Michael Huber auf der Messe Light + Building 2018). Das war allerdings ein außerordentliches Jahr, zumal 2016 der Umsatz gegenüber 2017 noch 14 Prozent niedriger war.

Auf der Weltleitmesse für Licht und Gebäudetechnik „Light + Building“ die vom 8. bis 13. März 2020 in Frankfurt stattfindet, wird Trilux wieder an einem großen Stand Neuheiten zeigen.

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