Sportbahnhof

TVA plant weiter mit Sportbahnhof

Udo Jakobi, Frauke Schreiber, Bernd Schenk und Stefan Helnerus (von rechts) diskutieren mit den Mitgliedern des TV Arnsberg über den „Sportbahnhof“ – ganz in der Nähe des Wunschprojektes.

Udo Jakobi, Frauke Schreiber, Bernd Schenk und Stefan Helnerus (von rechts) diskutieren mit den Mitgliedern des TV Arnsberg über den „Sportbahnhof“ – ganz in der Nähe des Wunschprojektes.

Foto: Frank Albrecht / WP

Arnsberg.  Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung hat der Vorstand des TV Arnsberg sein verändertes Konzept zum Sportbahnhof präsentiert.

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Der Turnverein Arnsberg hält an seiner Idee des „Sportbahnhofs“ fest.

Während einer außerordentlichen Mitgliederversammlung stellte der Vorstand sein Konzept und die aktuellen Änderungen dazu vor. Mit wenigen Mitgliedern wurde sehr intensiv diskutiert, und es wurden Vorschläge zur Verbesserung der finanziellen Lage erörtert. Mit einer abgespeckten Planung (wir berichteten) sollen die Pläne im Rahmen einer gesundheitsorientierten Ausrichtung des Vereins nun weiter gehen.

TV-Vorsitzender Udo Jakobi rief am Samstag vor rund 20 Mitgliedern noch einmal den Anlass für die Verabredung zu nur einem speziellen Thema in Erinnerung. Im März war auf der regulären Mitgliederversammlung beschlossen worden, alle Interessierten noch einmal auf den aktuellen Stand der Planungen zu bringen. So stellte Stefan Helnerus aus dem Vorstand einen großen Teil seiner ausführlichen Präsentation vor und beschrieb die Entwicklung des Themas „Sportbahnhof“ bis heute. Im Juni 2014 war das Grundstück des ehemaligen Hotels „Zur Post“ am Bahnhofsgelände mit Krediten gekauft worden. Mit Euphorie wollte man zügig beginnen, musste dann aber aufgrund ungeklärter Finanzierung neu denken.„Die Planungen nur über das Ehrenamt aufrecht zu halten, wird schwierig“, so Helnerus.

Pflichtaufgaben

Schließlich gebe es einige Pflichtaufgaben zu erledigen, wenn das Projekt gelingen solle. Unter anderem beim Marketing oder der Buchführung für das Projekt sei Unterstützung – vielleicht durch einen hauptberuflichen Manager – nötig. „Wir brauchen Leute, die professionell agieren“, so das Vorstandsmitglied. Schon jetzt habe man versucht, aus den Pflichtaufgaben einen Geschäftsplan für den Sportbahnhof zu entwickeln. Mit den ehrenamtlich tätigen Vorstandsmitgliedern seien nicht alle Risiken abzuschätzen. Nach wie vor bleiben die Fragen der Finanzierung drängend, auch wenn Kassenwartin Frauke Schreiber eine Spendensumme von bereits 100.000 Euro bestätigen konnte. Das, so der Vorstand des TVA, reiche aber leider noch nicht aus. „Ohne Eigenkapital ist kein Schloss zu bauen“, sagte Stefan Helnerus. Dabei solle es das auch gar nicht werden. Verstärkt will der Vorstand das tatsächlich besprochene und geplante Konzept für den Sportbahnhof in den Mittelpunkt stellen: Eine gesundheitsorientierte Ausrichtung des Sportangebotes für Menschen über 40 Jahren. Dazu seien natürlich auch entsprechende Sportgeräte nötig, was aber nichts mit einer „Muckibude“ zu tun habe. Der Begriff führe in eine völlig falsche Richtung, so der Vorstand. In einer anschließend intensiv geführten Diskussion kam u.a. der Vorschlag, einen Teil des gekauften und noch finanziell belasteten Grundstücks anderweitig zu veräußern, um die Eigenkapitalquote des Vereins zu stärken. In der neuen Planung braucht der Verein für das nun veränderte Gebäudeprojekt noch immer rund zwei Millionen Euro.

Sorge um Stillstand bei Planung

Sorge machten sich einige Mitglieder um den Eindruck eines Stillstands bei den Planungen. Das könne die Mitglieder von weiteren Spenden abhalten. Die erste große Spendenwelle sei abgeebbt, man könne ja auch nicht immer die Gleichen fragen.„Auch wenn die Lage derzeit etwas unklar ist, wir wollen an Ausrichtung, Personal und Ausstattung für den Sportbahnhof festhalten“, so Jakobi. Das Grundstück sei nach wie vor eine Perle. Unterstützung kam aus Reihen der anwesenden Mitglieder. So sollen angesichts veränderter Planungen neue Gespräche mit Banken und Geldgebern gesucht werden. Dazu sei es wichtig, den Mitgliedern zu erklären, was wann passiert. So hofft der Verein, die offenen Fragen weiter mit den regionalen Banken vor Ort besprechen zu können. Man sehe keine Notwendigkeit für eine Fristsetzung, bei der über den Fortgang des Projektes gesprochen wird. Es gelte jetzt ein positives Signal an Mitglieder und Öffentlichkeit zu geben, dass es weiter gehe. Die Mitglieder des TV Arnsberg wolle man dazu gerne in die Pflicht nehmen und um Unterstützung bitten.

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