Kreisverkehr Uentrop

Uentrop: Fertigstellung des Kreisverkehrs verzögert sich

Die Arbeiten am Kreisel laufen planmäßig weiter.

Die Arbeiten am Kreisel laufen planmäßig weiter.

Foto: Wolfgang Becker

Uentrop.  Weil neue statische Berechnungen erforderlich wurden, werden die Arbeiten am Abzweig A 46 / Casparistraße länger dauern, so Straßen NRW.

Die Fertigstellung des Kreisverkehrs an der Autobahnabfahrt in Uentrop wird sich wohl verzögern. Dies erklärte die Niederlassung „Hochstift Sauerland“ des für die Arbeiten zuständigen Landesbetriebs Straßen NRW auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Grund dafür liege in neuerlichen statischen Berechnungen, die erforderlich geworden seien.

Straßen NRW schließt einen Planungsfehler aus

Planungsfehler rund um das Projekt Kreisverkehr, wie kolportiert, würden jedoch nicht vorliegen. Im Gegenteil: „Alle Arbeiten werden wie ursprünglich geplant fortgesetzt,“ sagt Rudolf Heupel als Sprecher der in Meschede ansässigen Niederlassung.

Doch aus Sicherheitsgründen habe man eben neue Berechnungen angesetzt, um nochmals die Statik zu überprüfen. „Denn nicht alle für das vorgeschriebene Bodengutachten im Vorfeld per Probebohrungen ermittelten Werte wurden dann mit Fortgang der Arbeiten auch so angetroffen.“

Neue statische Berechnungen für Baustraße und Rammebene

So handelte Straßen NRW nach der Devise „Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste“ und ließ die erhobenen Werte nochmals prüfen. „Damit es später keine Probleme gibt.“

Daher sei noch einmal die Statik für die Baustraße und die sogenannte Rammebene - dort werden die Baufahrzeuge und -geräte abgestellt und auch eingesetzt - neu berechnet worden.

„Ebenso wie die erhobenen Daten für die Standsicherheit der dortigen Böschung,“ so Rudolf Heupel.

Damit nichts ins Rutschen kommt

Damit da später nichts ins Rutschen kommt. Denn das „Rutschen“ ist in der Uentroper Region nicht unbekannt: In den 70er Jahren war nach den Arbeiten zum Verschwenken der Bundesstraße 7 im Zuge des Autobahnbaus zwischen Uentrop und Rumbecker Hammer eine große Fläche Erdreich ins Tal gewandert - und der „Millionenberg“ war geboren.

Weil dieser Hang seinerzeit mit enormem technischen und finanziellen Aufwand vor einem neuerlichen Abrutschen gesichert werden musste.

Arbeiten vor Ort am Abzweig A 46 / Casparistraße laufen wieder

Zurück in die Jetztzeit: Alle erforderlichen Neuberechnungen für den Kreisverkehr Autobahnabfahrt / Casparistraße, so Heupel weiter, seien inzwischen abgeschlossen, die Arbeiten vor Ort wieder voll im Gange.

Aber nicht mehr einhalten lasse sich, erklärte Heupel, vermutlich der vorgesehene Zeitplan mit einer Fertigstellung des Kreisverkehrs Mitte bis Ende August. „Aber Genaues können wir dazu derzeit noch nicht sagen.“

Auch nicht, ob durch die zusätzlichen statischen Berechnungen die Kosten steigen werden. Die Kosten hatte Straßen NRW vor Beginn der Arbeiten mit rund 1,2 Millionen Euro angegeben.

Durch den Kreisverkehr soll ein Unfallschwerpunkt beseitigt werden

Mit dem Kreisverkehr soll der Verkehrsknoten A 46 / Casparistraße entschärft werden, hatte es dort doch in der Vergangenheit immer wieder - teils auch schwere - Unfälle gegeben.

Die alleinige Unfallursache: Vorfahrtsverletzungen. Deshalb war dieser Abzweig von der Unfallkommission als Unfallschwerpunkt eingestuft worden.

Übrigens: Im Zuge der Arbeiten richtet Straßen NRW auch den kleinen Pendlerparkplatz am Ortsausgang Uentrop in Richtung Arnsberg her.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben