Landgericht

Waffenschmuggel-Prozess: Behörden haben Sicherheit im Blick

Am Landgericht Arnsberg beginnt am Donnerstag der Prozess gegen einen ehemaligen Umarex-Mitarbeiter sowie weitere Angeklagte.

Am Landgericht Arnsberg beginnt am Donnerstag der Prozess gegen einen ehemaligen Umarex-Mitarbeiter sowie weitere Angeklagte.

Foto: Armin Obalski / WP

Arnsberg.  Wenn am Donnerstag (9 Uhr) im Landgericht Arnsberg der Prozess gegen einen früheren Umarex-Mitarbeiter beginnt, wird Sicherheit groß geschrieben.

Es geht um rund 70 Handfeuerwaffen, außerdem wurde mit Maschinenpistolen und insgesamt etwa sieben Kilo Marihuana gehandelt. Mindestens einem der Angeklagten werden Kontakte zur Rocker-Organisation „Bandidos“ nachgesagt: Der am Donnerstag um 9 Uhr im Arnsberger Landgericht beginnende Prozess wegen Waffenschmuggels birgt einige Brisanz. Keine Überraschung also, dass sich die beteiligten Behörden im Vorfeld Gedanken zum Aspekt Sicherheit gemacht haben.

Über konkrete Maßnahmen allerdings schweigen sich die Verantwortlichen – aus nachvollziehbaren Beweggründen – weitestgehend aus. „Wir haben uns auf diesen Prozess vorbereitet“, erklärt ein Sprecher des Arnsberger Landgerichts auf Nachfrage zum Aspekt der Sicherheit im Gerichtsgebäude. Man habe die „Situation analysiert“, heißt es weiter, Einzelheiten werde man jedoch nicht bekannt geben.

Gericht und Kreispolizeibehörde in regem Austausch

Das Landgericht regelt die Modalitäten in eigener Zuständigkeit, u. a. verfügt die Behörde über eine Sicherheitsschleuse, Justizwachtmeister sind im Hause postiert. Außerdem haben sich Gericht und Kreispolizeibehörde nach Informationen dieser Zeitung im Vorfeld abgestimmt. Gut möglich, dass die ein oder andere Streifenwagenbesatzung mehr als nur ein Auge auf das Umfeld des Gerichtsgebäudes hat...

Neben einem ehemaligen Mitarbeiter des Arnsberger Waffenherstellers Umarex stehen weitere Männer vor dem Richter, den Angeklagten, von denen sich vier in Untersuchungshaft befinden, werden in Arnsberg, Menden, Wickede und anderenorts u. a. verschiedene Verstöße gegen das Waffengesetz im Zeitraum von Juli 2015 bis April 2019 vorgeworfen.

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