Kunst in Arnsberg

Ursula Gödde zeigt im Arnsberger Brauhaus abstrakte Malerei

Ursula Gödde mit einem ihrer Werke im „Arnsberger Mühlenbräu“.

Ursula Gödde mit einem ihrer Werke im „Arnsberger Mühlenbräu“.

Foto: Wolfgang Becker

Arnsberg.   Die Ausstellung im „Mühlenbräu“ ist für die bekannte Künstlerin auch so etwas wie eine Rückkehr in Jugendzeiten.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Abstraktes und Experimentelles an historischer Stätte: Die bekannte Arnsberger Künstlerin Ursula Gödde stellt bis Ende November im „Arnsberger Mühlenbräu“ an der Mühlenstraße einen Teil ihrer Werke aus.

Für die 70-Jährige „schließt sich damit ein Kreis“. Weil sie einen ganz persönlichen Bezug zu diesem geschichtsträchtigen Gebäude hat, in dem einst unter anderem eine Gerberei untergebracht war.

Die Ausstellung fühlt sich wie eine Rückkehr an

„Dort auszustellen, das ist für mich schon etwas ganz Besonderes,“ sagt Ursula Gödde. Denn als junge Schülerin des Laurentianums hat die aus Bad Fredeburg stammende Künstlerin mit gerade einmal 17 Jahren - aber natürlich mit elterlicher Erlaubnis - in dem direkt gegenüberliegenden Haus Schennen an der Jägerstraße gewohnt

Unter dem Dach und mit noch weiteren zehn Schülerinnen, die sich so die täglichen Busanfahrten „aus dem tiefen Sauerland“ ersparen wollten. „So habe ich beim Blick aus dem Dachfenster immer auf das heutige Mühlenbräu geschaut.“ Daher fühle sich die Ausstellung für sie wie eine Rückkehr an.

Schon früh Kontakt zu Udo Wollmeiner

Ursula Gödde, die seit rund 40 Jahren in Arnsberg lebt und ebenso lange - bis zu ihrer Pensionierung - als Lehrerin für Kunst, Deutsch und Geschichte an der Hauptschule Sundern tätig war, ist in der Regierungsstadt keine Unbekannte. Denn sie war vor Ort schon immer künstlerisch unterwegs.

Was nicht nur in ihrem Unterrichtsfach Kunst begründet ist, sondern auch durch frühen Kontakt zu Udo Wollmeiner, dem wohl bekanntesten Künstler, den die Stadt in den vergangenen Jahrzehnten hervorgebracht hat.

„Das kommt dann bei den Schülern besser rüber“

„Wichtig war für mich aber auch Dr. Jürgen Richter.“ Dieser, einst Leiter des Kulturbüros und „Vater“ des Kunstsommers, habe sie zum Beispiel häufig als Dozentin für den Kunstsommer verpflichtet. „Was immer großen Spaß gemacht hat“.

Ihr künstlerisches Schaffen, so Gödde, habe sie aber stets berufsbegleitend ausgeübt. „Will man als Kunstlehrer unterrichten, sollte man auch selbst in dieser Richtung etwas unternehmen. Das kommt dann bei den Schülern besser rüber.“

„Daraus könnte viel Spannendes entstehen“

Ein Ansatz, der Erfolge brachte, haben doch ihre Schülerinnen und Schüler einige renommierte Schüler-Kunstpreise abgeräumt. Wie zum Beispiel beim Wettbewerb „Natur und Kunst im Raum“ mit Preisverleihung in der Dortmunder Westfalenhalle.

Und wie schaut Ursula Gödde auf die aktuelle Kunstszene in ihrer Stadt? „Das Netzwerk und der Austausch untereinander müssen besser werden.“ Zudem sollte das Kulturbüro durchaus mehr mit freien Künstlern vor Ort und dem neuen Sauerland-Museum zusammenarbeiten. „Daraus könnte viel Spannendes entstehen.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben