Verbraucherzentrale Arnsberg

Verbraucherzentrale Arnsberg: 6015 Anfragen 2018 bearbeitet

Bilanz gezogen: Thomas Vielhaber (Stadtplaner Arnsberg), Ferdi Lenze (stellv. HSK-Landrat), Ralf Bittner (Bürgermeister Arnsberg, von rechts) mit (von links) Martin Wulf, Petra Golly, Volker Mahlich, Carsten Peters(alle VZ NRW). Foto:Torsten Koch

Bilanz gezogen: Thomas Vielhaber (Stadtplaner Arnsberg), Ferdi Lenze (stellv. HSK-Landrat), Ralf Bittner (Bürgermeister Arnsberg, von rechts) mit (von links) Martin Wulf, Petra Golly, Volker Mahlich, Carsten Peters(alle VZ NRW). Foto:Torsten Koch

Neheim/Hochsauerlandkreis.   Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Arnsberg, legt Jahresbericht 2018 vor: 6015 Anfragen von Ratsuchenden bearbeitet.

Digitalisierung macht auch vor der heimischen Verbraucherzentrale (VZ) nicht halt, doch leider werden die Mitarbeiter in erster Linie mit deren negativen Folgen konfrontiert: „Die Tücken des digitalen Verbraucheralltags beschäftigen uns am häufigsten“, weiß Petra Golly, Leiterin der Beratungsstelle Arnsberg, zu berichten. Ob Fake Shops oder Abzocke mit Prepaid-Kreditkarten, die Fallen im Internet sind ebenso vielschichtig wie hinterhältig. Doch die Niederlassung in der Neheimer Burgstraße berät nicht erst, wenn schon was schief gegangen ist, sondern gibt auch nützliche Tipps für zahlreiche Bereiche des Alltags, wie während der Vorstellung des Jahresberichtes 2018 am Freitagnachmittag deutlich wurde.

Multiplere Problemlagen

Anfragen von Ratsuchenden aus der Region gab es im vergangenen Jahr reichlich – insgesamt 6015. Dass es rund 500 weniger waren als im Jahr 2017, mag teils an der einwöchigen Schließung wegen Umbauarbeiten liegen, vor allem aber an den „multipleren Problemlagen“, wie Petra Golly es nennt. „Unsere Akten werden immer dicker“, schiebt die Verbraucherschützerin hinterher – und skizziert treffend, wie verstrickt viele Fälle inzwischen sind:

Untergeschobene Lieferverträge für Strom und Gas, dreiste Abzocke auf Marktplätzen im Internet, Inkassounternehmen drangsalieren mit überzogenen Forderungen und undurchsichtigen Ratenzahlungsvereinbarungen – für die meisten Betroffenen nicht nur finanziell, sondern auch sozial belastend. Keine Überraschung also, das nicht selten die Gerichte bemüht werden; im Vorfeld war das Arnsberger Team im vergangenen Jahr 904 Mal in Sachen Verbraucher-Rechtsberatung/-Rechtsvertretung gefordert; 34 Prozent der Fälle drehten sich um allgemeine Dienstleistungen. Die Anruffalle eines in Tschechinen angesiedelten Anbieters von Telefonsex-Diensten sorgte bei heimischen Verbrauchern 2018 ebenso für konkreten Beratungsbedarf wie eine Reihe von Abzocke-Streifzügen, für die eine Drücker-Kolonne verantwortlich war: Im Sommer kam es im Arnsberger Stadtgebiet in nur vier Wochen zu 30 Beratungsfällen, bei denen der Abschluss eines dubiosen Abos für das „Liborius-Blatt“ im Fokus stand.

„Sonne im Tank“

Streitwerte im Gesamtwert von etwa 35.000 Euro wurden im vergangenen Jahr im Bereich „Energierecht“ beackert. Doch Energie war nicht nur „Reizthema“, sondern auch Gegenstand zahlreicher Beratungen. Herausgehoben auf diesem Feld sei an dieser Stelle das brandneue Thema „Sonne im Tank“ – wie kann ich mein E-Auto mit Solarstrom aus der eigenen Photovoltaikanlage laden?

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