Ehrenamtlicher Einsatz

Verein sichert Friedhof in Bachum

Ein neues Tor finanzierte der Friedhofsverein Bachum, der mit einigen Helfern zum  Arbeitseinsatz  auf dem Bachumer Friedhofsgelände zusammenkam

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Ein neues Tor finanzierte der Friedhofsverein Bachum, der mit einigen Helfern zum Arbeitseinsatz auf dem Bachumer Friedhofsgelände zusammenkam Foto: privat

Bachum.   Die Mitgliederzahl der Friedhofsvereins Bachum hat sich in fünf Jahren verdreifacht: Sie stieg von knapp 100 auf knapp 300.

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Eine erfreuliche Bilanz nach fast fünf Jahren Vereinsarbeit zieht der Friedhofsverein Bachum. Dem städtischen Friedhof in Bachum wurde dank ehrenamtlichem Engagement eine gesicherte Zukunftsperspektive gegeben, nachdem 2011 noch eine Schließung aus Kostengründen gedroht hatte. Vereinsvorsitzender Martin Risse konnte im Gespräch mit unserer Zeitung auf einige Erfolge verweisen.

Dank des ehrenamtlichen Einsatzes des Vereins konnte der städtische Anteil zur Unterhaltung des Friedhofs von rund 16 000 auf etwa 8000 Euro reduziert werden. Da über Vereinsmitgliedsbeiträge (es wird ein Jahresbeitrag von 10 Euro erhoben) mittlerweile rund 3000 Euro von knapp 300 Mitgliedern in die Kasse fließen, stehen im Endeffekt jährlich rund 11 000 Euro für die Bachumer Friedhofsunterhaltung zur Verfügung.

Viele Bergheimer treten Verein bei

Mit diesem Geld kann der Verein den Friedhof auskömmlich unterhalten - ohne unbedingt jede pflegerische Arbeit selbst übernehmen zu müssen. Baum- und Heckenschnitt sowie das Rasenmähen wird in Auftrag gegeben, aber dennoch packen eifrige Helfer aus dem Verein mindestens dreimal im Jahr bei Arbeitseinsätzen kräftig mit an: So werden jeweils vor Ostern, vor Schützenfest (Mitte Juli) und vor Allerheiligen die Wege von Unkraut gereinigt, kleinere Büsche geschnitten und Laub entfernt. Auch ist es im Frühjahr Aufgabe des Friedhofsvereins, die Standfestigkeit der Grabsteine auf den Bachumer Gräbern zu prüfen und bei Instabilität dies der Stadtverwaltung mitzuteilen. Der Verein schaffte ferner im Frühjahr 2017 ein neues Friedhofstor aus verzinktem Stahl an, das ein altes Holztor ersetzte.

Erfreuliche Mitgliederentwicklung

Der Friedhofsverein bilanziert auch eine erfreuliche Mitglieder-Entwicklung: Nachdem schon zur Gründungsversammlung am 15. Januar 2012 knapp 100 Leute erschienen waren, von denen sich fast alle als Mitglieder eintragen ließen, zählt der Verein heute knapp 300 Mitglieder, von denen etwa 75 Prozent in Bachum und 25 Prozent auf Bergheim wohnen. Die Verdreifachung der Mitgliederzahl in fünf Jahren erklärt Martin Risse so: „Vielen Bachumern, aber auch vielen benachbarten Bergheimern ist durch unsere Vereinsarbeit die wichtige Bedeutung eines örtlichen Friedhofs ins Bewusstsein gerückt. Denn Hinterbliebene, zumal wenn sie schon ein hohes Alter erreicht haben, wollen keine weiten Wege zurücklegen, wenn sie das Grab ihres verstorbenen Familienangehörigen besuchen wollen.“

In Bachum nimmt die Anzahl der Beerdingungen zu

So ist es auch kein Wunder, dass die Anzahl der Beerdigungen in Bachum zunahm (von 7 im Jahr 2011 auf bisher schon 16 im noch laufenden Jahr 2017). „Wir würden gern die bisherigen in Bachum zulässigen Bestattungsformen (Wahlgrab für Urne oder Sarg) durch eine Fläche für Urnengräber ergänzen, auf der dann die Namen der einzelnen Verstorbenen auf kleinen Schildern, die an einem großen Findling angebracht werden würden, zu lesen wären“, so Risse. In der Mitgliederversammlung des Friedhofsvereins am 26. November um 11 Uhr im kleinen Saal der Bachumer Schützenhalle gehe es dann u.a. darum, ob sich der Vorstand bei der Stadt für diese zusätzliche Bestattungsform in Bachum einsetzen soll.

Der 2. Vorsitzende des Friedhofsvereins Bachum, Winfried Kroll, ergänzt am Schluss des Gersprächs: „Unser Verein engagiert sich nicht nur für den Bachumer Friedhof, sondern richtet auch den Martinszug aus und hilft beim Erntefest.“

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