Zukunft pflanzen

Verein will neues Leben am Allendorfer Teich schaffen

Ein dicht bewachsens Ufer und trübes Wasser: Aktuell zieht der Teich weder menschliche noch tierische Besucher an.

Ein dicht bewachsens Ufer und trübes Wasser: Aktuell zieht der Teich weder menschliche noch tierische Besucher an.

Foto: Franziska Richter

Allendorf.  Der Allendorfer Heimatverein „Fickeltünnes“ bewirbt sich mit ehrgeizigen Zielen beim Wettbewerb „Zukunft pflanzen“.

Der gemeinnützige Verein „Fickeltünnes“ will im Allendorfer Park das Umfeld des kleinen Teiches neugestalten. Umgeben von meterhohen Büschen, Bäumen und Sträuchern ist der kleine Teich im Allendorfer Park auf den ersten Blick gar nicht zu erkennen. Bei genauerem Hinsehen bemerkt man dann die fauligen Holzpalisaden, den schlammigen Untergrund und nicht standortgerechte Pflanzen, die wild am Teich wuchern und einheimischen Pflanzen keinen Platz lassen. Die Bank vor dem Gewässer bleibt leer.

Tiere sollen sich wieder wohlfühlen

Seit seiner Entstehung im Jahr 1975 ist der Teich unverändert und zeigt den Besuchern des Parks was passiert, wenn sich niemand kümmert. Doch das soll sich bald ändern. Der gemeinnützige Verein „Fickeltünnes“ hat sich dieses Jahr der Situation angenommen.

In Kooperation mit der Stadt Sundern soll das Teichgebiet nun endlich erneuert werden. „Eigentlich wollten wir mit dem Umbau schon im Frühjahr beginnen, allerdings wurde uns das aufgrund der Brutzeit verwehrt“, so Anton Lübke, der Vereinsvorsitzende und gleichzeitig Ortsvorsteher von Allendorf. Denn um die natürliche Brutzeit der Vögel nicht zu stören, sind Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum von Anfang März bis Ende September nicht erlaubt.

Ab Oktober geht es dann aber an die Arbeit. Der Verein setzt sich dafür ein, dass die Holzpalisaden gegen eine andere Befestigung ausgetauscht werden, da die Holzpfähle durch das Gewässer zu schnell faulen.

Außerdem sollen die nicht einheimischen Pflanzen entfernt und neue Pflanzen eingepflanzt werden, auch um einen ungehinderten Blick auf den Teich zu ermöglichen. Lübke erzählt: „Selbst Enten sieht man hier selten. Die schwimmen lieber in dem benachbarten Teich oder sogar im Tretbecken, wenn das gefüllt ist.“

Verein mit 600 Mitgliedern

2001 wurde der Verein „Fickeltünnes Allendorf“ gegründet, um das 600-jährige Jubiläum im Jahr 2007 zur Verleihung der Stadtrechte an Allendorf vorzubereiten. Seit dem Jubiläum wird er weiterhin als Heimatverein geführt.

Durch Mitgliedsbeiträge der rund 600 Mitglieder und Sponsorenbeiträge der Sparkasse Arnsberg/Sundern und der Bürgerstiftung Sundern, finanziert der Verein verschiedene Projekte innerhalb des Ortes. „Unser Verein zeigt, dass man die Schuld und Verantwortung nicht immer bei den Stadtvertretern suchen sollte, sondern auch selbst aktiv werden kann“, erklärt Anton Lübke, „Wir hatten bisher nie Probleme bei Kooperationen mit der Stadt“. Eine Hand wäscht die andere.

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