Sportplatzsanierung

Vereine brauchen dringend Kunstrasen

Sportplatz Niedereimer

Foto: Ted Jones

Sportplatz Niedereimer Foto: Ted Jones

Arnsberg.   Sportpauschale für Sanierung der Sportplätze in Niedereimer und auf Schreppenberg in Haushaltsplanung aufgenommen.

Die Stadt Arnsberg stellt für Sportplatzsanierungen in Niedereimer und auf dem Schreppenberg in den Jahren 2019 und 2020 zusammen 270 000 Euro in den Haushalt. Für beide Ascheplätze wurde von den Vereinen Handlungsbedarf angemeldet. „Das sind vorsorgliche Ansätze“, erklärt Siegfried Rump aus dem Sportbüro der Stadt Arnsberg auf Nachfrage. Dahinter aber verbergen sich konkrete Wünsche der Vereine.

Gelder für die Sanierung

In den Planungen für 2019 und 2020 sind die Sportplatz-Sanierungen die einzigen großen genannten Maßnahmen. Für Niedereimer sind 120 000 Euro in 2019 eingeplant, für den Sportplatz der DJK Grün-Weiß Arnsberg auf dem Schreppenberg 150 000 Euro im Jahr 2020. Das Sportbüro betont, dass mit beiden Vereinen Vorgespräche geführt worden seien, von den Vereinen aber noch keine konkreten Planungen vorliegen.

Die DJK Grün-Weiß Arnsberg befindet sich nach eigener Auskunft in einer „Findungsphase“, ob sie es bei einer Sanierung des Fußball-Tennenplatzes belassen oder eine Umwandlung in einen Kunstrasen wagen will. „Wir brauchen den Kunstrasen, um im Wettbewerb um Mitglieder überlebensfähig zu sein“, sagt Vorsitzender Joachim Bause. Ein erster Kostenvoranschlag bewegt sich bei rund 400 000 Euro Investitionskosten (inklusive Laufbahn für den Schulsport). Am Ende rechnet die DJK mit mindestens 150 000 Euro Eigenanteil – nach Abzug von Verwendung der Sportpauschale, Eigenleistung und anderen Zuschüssen. „Da lassen wir uns Zeit für eine gründliche Überlegung“, sagt Joachim Bause. Für einen 350 Mitglieder starken Verein sei so ein Vorhaben sehr ambitioniert.

Ähnlich ist die Situation in Niedereimer, wobei die Sache hier noch kniffliger war. Es bestand die Sorge, dass der ohnehin enge Sportplatz in Niedereimer bei Umwandlung zum Kunstrasenplatz möglicherweise zu klein für eine Spielgenehmigung durch den Verband geworden wäre. Eine Erweiterung der Maße wäre aber baurechtlich an Grenzen gestoßen. „Wir haben jetzt aber, dass Signal erhalten, dass wir eine Spielgenehmigung bis zur A-Kreisliga erhalten würden“, freut sich Vorsitzender Timm Tenner. Somit will der Verein schon bei der nächsten Generalversammlung im Januar das Vorhaben vorstellen, in die Projektplanung einsteigen und ein „Team für die Realisierung“ zusammenstellen. „Ein Kunstrasenplatz ist für uns existenziell“, sagt Tim Tenner. Ohne Zuschüsse der Stadt wäre die Maßnahme aber nicht umzusetzen.

Sportstättenleitplanung angestrebt

Grundsätzlich lässt die Stadt Arnsberg ihre Sportstätten-Infrastruktur bald schon komplett auf den Prüfstand stellen. In den Haushalt 2018/19 wurden Mittel für eine extern durchgeführte Sportstättenleitplanung eingestellt. Hier geht es dann um den Status quo, um aktuellen und perspektivischen Bedarf sowie um ein zukunftsfähiges Sportstättenkonzept in Arnsberg.

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