Altstadt

Vision eines Kunsthauses Neumarkt

In der Königstraße 24, wo der Kunstverein Arnsberg e. V. ansässig ist, könnte das „Kunsthaus Neumarkt“ angesiedelt werden.

In der Königstraße 24, wo der Kunstverein Arnsberg e. V. ansässig ist, könnte das „Kunsthaus Neumarkt“ angesiedelt werden.

Foto: Wolfgang Becker / WP

Arnsberg.  Das Integrierte Handlungskonzept Altstadt Arnsberg sieht u. a. ein Kunsthaus Neumarkt vor, in der Königstraße 24, wo der Kunstverein ansässig ist

„Kunsthaus Neumarkt“ – hört sich gut an, ist aber bisher (noch) eine lockere Vision, eingebettet in das „Integrierte Handlungskonzept Altstadt Arnsberg“. Das dazugehörige Maßnahmen- und Handlungskonzept wurde während der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses Arnsberg Ende vergangener Woche vorgestellt. Nach Beratung in weiteren Ausschüssen soll der Rat der Stadt Arnsberg den notwendigen Beschluss zur Umsetzung fassen (siehe Infokasten). Doch zurück zum „Kunsthaus“:

Auch für diesen Teil des Konzeptes sei natürlich zunächst der entsprechende Ratsbeschluss nötig, wie Elmar Kettler betont. Außerdem stehe man mit Blick auf diesen Teil des Handlungskonzeptes noch ganz am Anfang der Planung: „Ob und wie sich ein Kunsthaus Neumarkt“ realisieren lässt, ist völlig offen“, so Stadtsprecher Kettler. Allerdings findet sich auf Seite 23 des Maßnahmen- und Handlungskatalogs bereits eine Reihe recht konkreter Ansätze. Im Gebäude Königstraße 24 könnte sich die Stadt ein „Kunsthaus Neumarkt“ vorstellen. Dort angesiedelt ist heute bereits der Kunstverein Arnsberg e. V.. Für Zwischenerwerb (55.000 Euro – im Jahr 2020) sowie Refinanzierung von Grunderwerbs- und Grunderwerbsnebenkosten wird im Umsetzungszeitraum 2020 bis 2024 mit weiteren 435.000 Euro gerechnet – macht insgesamt 490.000 Euro für die Immobilie.

Mittel aus der Städtebauförderung

„Eine reine Kostenschätzung für Grunderwerbs- und Grunderwerbsnebenkosten“, kommentiert Elmar Kettler die genannte Summe – die übrigens aus Mitteln der Städtebauförderung teilfinanziert werden könnte. Im Maßnahmenkonzept ist eine 70-prozentige Förderung vorgesehen (343.000 Euro), womit sich der städtische Eigenanteil auf 147.000 Euro reduzieren würde. In Stufe zwei des Konzeptes wiederum ist in den Jahren 2026/27 dann der Umbau/die Erweiterung des Gebäudes Königstraße 24 – „zum Beispiel zum Kunsthaus/als Quartiersbegegnungsstätte“ – angedacht. Nutzer sollten der Kunstverein sowie weitere Kunstschaffende sein, heißt es weiter. Sowohl eine Trägerschaft für das neue Konstrukt als auch die Höhe weiterer Mittel aus dem Städtebau-Förderprogramm sind für diese „Stufe zwei“ noch völlig offen

Nächste Ausstellung im Kunstverein

„Völlig fest“ steht hingegen bereits die nächste Ausstellung in den Räumlichkeiten des Kunstvereins: Anne Duk Hee Jordan präsentiert vom 20. September bis 16. November „Ziggy goes wild“. Ziggy ist eine fiktive Figur aus dem Werk David Bowies (Ziggy Stardust, 1972). Im Kunstverein sind Zeichnungen, mehrere Filme, kinetische Objekte wie Homo Stupidus und Goethe Robot, eine fliegende Seegurke sowie ein monumentaler Seestern zu sehen.

Alle scheinen ein Eigenleben zu führen – und den Ausstellungsraum für sich beanspruchen zu wollen… Wir berichten noch, Info vorab auf:

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