Flugverkehr

Voßwinkel: Bauarbeiten am Flugplatz liegen im Zeitplan

Schweres Gerät rollt an für die Bauarbeiten zur Erweiterung der Start-und-Landebahn am Flugplatz Arnsberg-Menden.

Schweres Gerät rollt an für die Bauarbeiten zur Erweiterung der Start-und-Landebahn am Flugplatz Arnsberg-Menden.

Foto: Andreas Dunker

Voßwinkel.  Am Flugplatz Arnsberg-Menden wird die Start-und-Landebahn erweitert. Ab Dezember sollen wieder Flieger abheben können.

Die Baumaßnahmen am Flugplatz Arnsberg-Menden (FAM) in Voßwinkel schreiten zügig voran. In der vergangenen Woche haben sich Vertreter der Bezirksregierung Münster als zuständiger Luftaufsichtsbehörde ein Bild von der laufenden Erneuerung und Verbreiterung der Start-und-Landebahn verschafft.

„Aktuell liegen wir gut im Zeitplan und sind zuversichtlich, dass der Flugbetrieb zum Monatswechsel wiederaufgenommen werden kann“, erklärte Stefan Neuhaus als Geschäftsführer der Flugplatzbetreibergesellschaft. „Denn bis zum 30. November wurde die Befreiung von der Betriebspflicht erteilt.“

Insgesamt werden rund 12.500 Tonnen Material sowie mehrere Kilometer Kabel und Drainage verbaut. Damit wird die Start-und-Lande-Bahn nicht nur um fünf Meter verbreitert, um die neuen europäischen Sicherheitsvorschriften zu entsprechen, sondern auch die in die Jahre gekommene Asphalt-Deckschicht der rund 920 Meter langen Piste insgesamt erneuert.

Insgesamt umfasst die Fläche des „Runways“ am Rande des Sauerlandes die Fläche von knapp vier Bundesliga-Fußballfeldern (26.250 Quadratmeter). Neuhaus: „Mit allen begleitenden Maßnahmen investieren wir mehr als 1,25 Millionen Euro.“

Fördergelder für den Flugplatz

„Der Flugplatz spart dem Steuerzahler viel Geld, weil der private Betreiber des öffentlich zugänglichen Verkehrslandeplatzes am nördlichen Rande des Sauerlandes einen Großteil der Investitionen für die Ertüchtigung der Start-und-Lande-Bahn aus eigener Tasche bezahlt“, erklärte Pressesprecher Ulrich Tückmantel von der Bezirksregierung Münster als zuständiger Luftaufsichtsbehörde.

Deshalb fördere die öffentliche Hand auch anteilig bestimmte Investitionen in die wichtige Infrastruktur-Einrichtung des Luftverkehrs, die der Aufrechterhaltung des Betriebs und der Sicherheit des Flugplatzes dienen.

Die laufenden Betriebskosten von mehreren Hunderttausend Euro pro Jahr trage hingegen die Betreibergesellschaft alleine, betonte Neuhaus. Dies sei ein wesentlicher Unterschied des Flugplatzes Arnsberg-Menden als öffentlichen Verkehrslandeplatzes in privater Trägerschaft im Vergleich zu kommunalen und staatlichen Flugplätzen, die den Steuerzahler häufig Jahr für Jahr wiederkehrend Millionen kosten würden.

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