Sauerland-Museum

Warten auf die Baugenehmigung

Die Baugrube soll in diesem Bereich ab Oktober ausgehoben werden.

Die Baugrube soll in diesem Bereich ab Oktober ausgehoben werden.

Foto: Ted Jones/WP

Arnsberg.   Der Hochsauerlandkreis rechnet im Juli mit der Erteilung der Baugenehmigung für den Neubaukomplex des Sauerland-Museums. Dann geht es ans Eingemachte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Alles ist bereitet für den Startschuss zum Bau des neuen Museumskomplexes an der Ruhrstraße. Was noch fehlt, ist die Baugenehmigung. Der entsprechende Antrag liegt derzeit bei der hier zuständigen Stadt Arnsberg zur Prüfung vor. Beim Hochsauerland­kreis in Meschede als Bauträger des millionenschweren Projektes - der Entwicklung des Sauerland-Museums zu einem museal-kulturellen Leuchtturm der Region - geht man davon aus, dass die Genehmigung spätestens Anfang Juli vorliegen wird.

„Bei uns stehen die Projekt-Verantwortlichen schon in den Startlöchern, um an diese Aufgabe heranzugehen,“ sagt Kreissprecher Martin Reuther. Im Kreishaus in Meschede jedenfalls erwartet man in Sachen Baugenehmigung nicht, dass noch nennenswerte Probleme auftauchen könnten. Denn das gesamte Antragsverfahren sei bereits im Vorfeld mit der Stadt Arnsberg mit aller nötigen Sorgfalt abgestimmt worden. „Natürlich erfordert die Prüfung des Antrags dennoch einige Zeit. Schließlich handelt es sich bei der Museumserweiterung ja nicht gerade um einen kleinen Bau.“

Wie dazu die Stadt auf Anfrage unserer Zeitung erklärte, seien alle rechtlichen Voraussetzungen für die Erteilung der Baugenehmigung erfüllt. „Einzig die Detailabstimmung mit einem angrenzenden Nachbarn steht noch aus,“ so Stephanie Schnura als Sprecherin der Stadtverwaltung. „Deren Abschluss wird aber demnächst erwartet.“

Gute Nachrichten also. Denn flattert die Baugenehmigung ins Haus, so Reuther, dann würden unverzüglich die erforderlichen Ausschreibungsverfahren für die einzelnen Baugewerke in Gang gesetzt. „Ist dieser Prozess dann abgeschlossen, werden die konkreten Aufträge vergeben und es geht endlich an die ,Schüppe’. Und damit ist dann für jedermann deutlich sichtbar, dass dieses große und wichtige Projekt realisiert wird, dass daran nicht nur an Schreibtischen gearbeitet wird.“

Baugrube verzögert Projekt

Mit dem Beginn der Arbeiten rechnet man im Kreishaus im kommenden Oktober. Und zwar, sagt Martin Reuther, im unteren Bereich an der Ruhrstraße. Dort werde dann zunächst die erforderliche Baugrube ausgehoben.

Die Baugrube war es übrigens, die die ursprünglich geplante Zeitschiene für die Erweiterung des Museums über den Haufen geworfen hatte, denn im Frühjahr 2014 waren Sachverständige in einem zweiten Bodengutachten zu dem Schluss gelangt, dass für die Grube aufgrund der Hanglage zusätzliche Sicherungsmaßnahmen unumgänglich seien. Was aber eine Verteuerung des auf rund 12 Mio. Euro veranschlagten Projektes um 620.000 Euro bedeutet hätte.

Deshalb hatte der Kreis unverzüglich die Notbremse gezogen, und das Architekturbüro „Bez + Kock Generalplaner“ (Stuttgart) auf Basis dieses Gutachtens neue Varianten entwickeln lassen. Letztlich entschied sich dann der Kreistag - wie berichtet - für die sogenannte treppenförmige Variante. Die Baukörper „treppen“ sich dabei von Süden nach Norden von der Ruhrstraße hinauf zur Ebene des ersten Untergeschosses des Museum-Altbaus.

Unter dem Strich - so die neue zeitliche Zielvorgabe - wird damit die Nutzung des Landsberger Hofes wohl ab Februar 2018 wieder möglich sein, der Neubau dagegen würde im Mai 2019, also in drei Jahren, eröffnet werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben