Bin mal eben die Welt retten

„Weltretter“ auf dem Fahrrad dürfen nicht aus Zucker sein

Redaktionsleiter Martin Haselhorst auf dem Ruhrtal-Radweg.

Redaktionsleiter Martin Haselhorst auf dem Ruhrtal-Radweg.

Foto: Haselhorst

Redaktionsleiter Martin Haselhorst versucht im Rahmen unserer „Weltretter“-Serie täglich mit dem Rad zur Arbeit zu kommen.

D er gute Vorsatz für meinen ganz persönlichen Beitrag zu unserer Serie „Weltretter“ sollte gleich einer richtig harten Prüfung unterzogen werden. Kaum stehe ich auf dem Garagenplatz und habe das Rennrad gesattelt, da blitzt und donnert es aus dunklen Wolken im Westen. Soll ich jetzt wirklich die 15 Kilometer von Werl nach Neheim mit dem Rad fahren? Die Wetter-App mit Regenradar lässt Hoffnung, dass ich über den Ruhrtal-Radweg irgendwie durch das Unwetter huschen kann. In kurzer Hose, mit Helm und T-Shirt, und bepackt mit dem eigens dafür angeschafften Laptop-Rucksack geht’s los. Sofort drei Kilometer nur bergauf auf die Haar, einmal schön nassgeschwitzt und dann runter bei Haus Füchten auf den Radweg.

Tag 1: Martin Haselhorst radelt für mehr Nachhaltigkeit
Tag 1: Martin Haselhorst radelt für mehr Nachhaltigkeit

Sehr nett: du fährst da und so zur Arbeit, wo und wie andere gerne Urlaub machen! Laut den gängigen Online-Rechnern werde ich nach der Rückfahrt stolze 6360 Gramm CO2 im Vergleich zur Bulli-Fahrt eingespart haben. Klingt mächtig - sagt mir genau genommen aber gar nix Greifbares. Nächste Erkenntnis: Zur täglichen Fahrt per Rad fehlt mir - so merke ich beim Blick aufs Wetter - das richtige Equipment. Ist ja nicht immer nur Sommer. Und manchmal ist verschwitzt zum Termin zu kommen auch nicht gut. An Tag eins habe ich es übrigens nach Neheim geschafft - kurz vor dem dicken Schauer. Ich mache weiter, klar doch!

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben