Stauseen

Wenig Wasserpflanzen an Sorpe- und Möhnesee

Blick über die Langscheider Promenade auf den Sorpesee samt Ausflugsboot. An der Sorpe treten zwar in einigen Buchten Wasserpflanzen auf, doch ein Problem ist das nicht. Mehr Sorge bereiten derzeit illegale Lager- und Grillfeuer.

Blick über die Langscheider Promenade auf den Sorpesee samt Ausflugsboot. An der Sorpe treten zwar in einigen Buchten Wasserpflanzen auf, doch ein Problem ist das nicht. Mehr Sorge bereiten derzeit illegale Lager- und Grillfeuer.

Arnsberg/Sundern/Möhnesee.   Blick auf die heimischen Talsperren: Weder Wasserpflanzen noch Trockenheit bereiten dem Ruhrverband derzeit Sorge.

Der Ruhrverband hat in den vergangenen Jahren mit erheblichen Anstrengungen nach Wegen gesucht, um das Wachstum von Wasserpflanzen auf seinen Stauseen einzudämmen. Vor allem der Baldeneysee in Essen ist betroffen, doch auch an der Sorpetalsperre lässt sich dieses Naturphänomen beobachten.

Zum Problem für Wassersportler wächst es sich aber nicht aus, heißt es dazu auf Anfrage aus der RV-Zentrale in Essen: Weder am Möhne- noch am Sorpesee gebe es eine vermehrte Ausbreitung von Wasserpflanzen. „Am Sorpesee treten jedoch – wie schon in den Vorjahren – Wasserpflanzenbestände, besonders Elodea, im Amecker Vorbecken und in verschiedenen Buchten auf“, erklärt Markus Rüdel. „In der Badebucht an der Sorpetalsperre kümmert sich die Sorpesee GmbH, gemeinsam mit der DLRG, um die Beseitigung der Wasserpflanzen“, so der Pressesprecher des Ruhr­verbandes weiter. Und in allen anderen Buchten am Sorpesee sei das Baden ohnehin nicht erlaubt, ­ergänzt Rüdel.

Stauseen bis zu 40 Metern tief

Warum die heimischen Tal­sperren kaum betroffen sind, erklärt sich übrigens aufgrund ihrer Topographie: In den teilweise bis zu 40 Meter tiefen Stauseen im Sauerland können die Wasserpflanzen maximal in Uferbereichen wurzeln und sich nicht über den gesamten See ausbreiten – anders als in sogenannten Flachwasserseen, wie zum Beispiel der Baldeney-Stausee. Bei einer mittleren Wassertiefe von nur etwa drei Metern finden Wasserpflanzen dort ideale Wachstumsvoraussetzungen.

Für Wasserqualität und Ökologie in den Stauseen sind Wasserpflanzen übrigens grundsätzlich positiv. Allerdings wird bei einer Ausbreitung in Flachwasserseen der Wassersport – Segeln und Rudern – behindert; auf den Talsperren stellt sich dieses Problem nicht. An den Badestellen allerdings könnten Badende beim Durchschwimmen von Pflanzenbeständen in Panik geraten. Darum werden die Pflanzen entfernt.

Mähboote, wie auf dem Baldeneysee im Einsatz, werden die Sauerländer auf ihren „Badewannen“ Sorpesee und Möhnesee jedoch auch in Zukunft nicht antreffen.

Kontrolle per Boot

Wohl aber Boote, mit denen die Uferbereiche kontrolliert werden, denn trotz der Niederschläge vom Donnerstagabend bleibt Trockenheit eine akute Gefährdung.

„Besonders wichtig sind Niederschläge derzeit, um die Waldbrandgefahr zu mindern“, erklärt Markus Rüdel. Wie berichtet, gibt es vor ­allem am Ostufer des Sorpesees, aber auch an diversen Stellen am Möhnesee, immer wieder Unbelehrbare, die diese Gefahr durch Grillen oder Entzünden von Lagerfeuern völlig unnötig weiter zuspitzen.

Talsperren noch gut gefüllt

Grund zur Sorge, dass die Wasservorräte in den acht Talsperren des Ruhrverbandes bei anhaltender „Niederschlagsarmut“ knapp werden könnten, besteht hingegen nicht: „Die Wasservorräte in unseren Talsperren sind auch bei anhaltender Trockenheit ausreichend“, sagt Markus Rüdel.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik