Wennigloh

Wennigloher Schützen präsentieren ein prächtigen Wappentier

Vogelbesichtigung Wennigloh: Herbert Clasberg (4.v.l.) hat im Namen der „Blauen Jungs“ den Bau des Wennigloher Schützenvogels ersteigert, links Schützenhauptmann Helmut Böhmer, Mitte das amtierende Königspaar Andreas und Odette Wodke.

Vogelbesichtigung Wennigloh: Herbert Clasberg (4.v.l.) hat im Namen der „Blauen Jungs“ den Bau des Wennigloher Schützenvogels ersteigert, links Schützenhauptmann Helmut Böhmer, Mitte das amtierende Königspaar Andreas und Odette Wodke.

Foto: Wolfgang Becker

Wennigloh.  Es war ein gelungener Samstag eine Woche vor dem Hochfest. Dabei wurden auch Ben Temme und Lotte Reichelt als neues Kinderkönigspaar gekürt.

Die Franziskus-Xaverius-Schützen nahmen am Samstag mit Vogelbesichtigung und Kinderschützenfest die letzte große Hürde vor dem Hochfest, der Kegelclub „Blaue Jungs“ präsentierte den Gästen auf dem Vorplatz der Schützenhalle ein prächtiges Wappentier.

In der Generalversammlung im März hatten die Kegelbrüder das Recht zum Bau des Aaren ersteigert und an diesem Abend auch den Fichtenrohling überreicht bekommen.

Herbert Clasberg baut seinen ersten Schützenvogel

„Ab April haben wir uns dann regelmäßig getroffen und den Holzklotz mit Hobel und Stechbeitel in Form gebracht“, erinnert sich Vogelbauer-Neuling Herbert Clasberg, der erst seit dem vergangenen Sommer Mitglied bei den „Blauen Jungs“ ist und bei der Versteigerung mit seinem Gebot die Nase vorne hatte.

Später seien dann der Kopf mit der Krone und die beiden Flügel mit Holzdübeln befestigt worden, letzter Akt war das Auftragen einer Gipsschicht und die Lackierung.

Zur „Halbzeit“ des Baus wurde der Vogel schon ordentlich begossen

Aber die wackeren Vogelbauer, der Kegelclub baut den Aaren bereits zum dritten Mal, sind bei ihren Treffen keine Kinder von Traurigkeit.

„Zur Halbzeit ist der Rohbau des Vogel nach dem Arbeitseinsatz kräftig begossen worden“, weiß Herbert Clasberg, der an diesem Tag allerdings nicht dabei sein konnte, aber von den morgendlichen „Nachwehen“ der Mitstreiter gehört hat.

Pünktlich zur Besichtigung ist das Wappentier nun fertig geworden und rollte zusammen mit dem Jungschützenvogel in den traditionellen Bollerwagen Richtung Schützenhalle. Kurz zuvor hatten sich die Gewitter und Regen verzogen und aus Richtung Hövel/Holzen kam die Sonne hervor.

Der stolze Aar trägt den Namen „Otto Azzuro III.“

Schützenhauptmann Helmut Böhmer begrüßte die Gäste und dankte den Vogelbauern für ihr gelungenes Werk. Der „große“ Vogel trägt den Namen „Otto Azzuro III.“ und seinem stolzen Blick konnte man entnehmen, dass er ahnt, dass in einer Woche sein letztes Stündchen geschlagen hat. Denn der Vorstand der Bruderschaft hofft auf zahlreiche Bewerber um die Königswürde.

Vogelabwerfen der Kinder mehrfach vom Gewitter unterbrochen

Bereits am Nachmittag fand das Kinderschützenfest statt. Leider spielte hier das Wetter nicht mit, denn kurz nach Beginn zogen dunkele Wolken auf und es blitzte und donnerte. Einige Spiele, die die Schützen vorbereitet hatten, wurden daraufhin in die Halle verlegt. Hier konnten die Kinder an einem Aktionstisch Blumentöpfe bemalen, mit Erde füllen und danach bepflanzen, das Material hatte die Firma Blumen Danne aus Hachen gestiftet.

Der Höhepunkt war natürlich die Ermittlung des Kinderkönigspaares. 25 Jungen und Mädchen waren an dem Mini-Kugelfang angetreten und warfen auf den Vogel was das Zeug hielt. Zweimal musste das Vogelabwerfen wegen Starkregens unterbrochen werden, natürlich nur „um Kräfte zu sammeln“ wie es ein Schützenbruder treffend formulierte.

Ben Temme und Lotto Reichelt regieren die Wennigloher Kinderschar

Nach einer halben Stunde hatte Ben Temme aus Arnsberg es dann geschafft - und der Kindervogel fiel durch einem gelungenen Wurf auf den Boden. Der 7-jährige Schüler der Regenbogenschule nahm sich seine gleichaltrige Klassenkameradin Lotte Reichelt aus Wennigloh zur Kinderkönigin. Mit einem dreifach kräftigen Horrido wurden die Nachwuchsregenten gefeiert.

Zum dreitägigen Schützenfest, das am kommenden Wochenende ansteht, ist eine reich bebilderte Festschrift erschienen, die an alle Haushalte des Dorfes verteilt wird.

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