Radverkehr

Wettbewerb: Arnsberger radeln für das Klima

Arnsberg beteiligt sich zum ersten Mal zum „Stadtradeln“: 21 Tage lang gilt es beim Wettbewerb so viele Radkilometer wie möglich zu sammeln.

Arnsberg beteiligt sich zum ersten Mal zum „Stadtradeln“: 21 Tage lang gilt es beim Wettbewerb so viele Radkilometer wie möglich zu sammeln.

Foto: Katrin Clemens

Arnsberg.   Arnsberg ruft zum „Stadtradeln“ auf: Bürger und Politiker sollen möglichst viele Kilometer auf dem Rad sammeln und so den CO2-Ausstoß reduzieren.

Zum ersten Mal ruft Arnsberg in diesem Sommer zum „Stadtradeln“ auf. Beim bundesweiten Wettbewerb treten Bürger und Kommunalpolitiker in die Pedale, um möglichst viele Kilometer für ihre Stadt zu sammeln und den CO2-Ausstoß zu reduzieren. „Es geht darum, den Klimaschutz und den Spaß am Radfahren in den Vordergrund zu stellen“, sagt Sebastian Witte, städtischer Klimaschutz-Manager.

Zwischen dem 24. Juni und dem 14. Juli läuft der Wettbewerb, Teams können sich online registrieren und ihre gesammelten Kilometer via Stadradeln-Homepage oder App melden. Teilnehmen kann jeder, der in Arnsberg radelt, auch Vereine, Schulen und Unternehmen sind aufgerufen. In einer eigenen Rubrik wird zudem nachgehalten, wie fleißig die Ratsmitglieder radeln. Nach Ablauf der 21 Aktionstage wird Bilanz gezogen.

„Unser Ansinnen ist natürlich, dass die Leute das ganze Jahr über auf das Fahrrad steigen“, so Witte. Die Teilnahme am Stadtradeln sieht er aber als Chance, Aufmerksamkeit auf das Thema zu lenken und die städtischen Strategien zu Radverkehrsförderung und Klimaschutz zu unterstreichen.

Als Vorbilder beteiligen sich lokale „Stadtradeln-Stars“ an der Aktion: Für Arnsberg wird Bau- und Planungsdezernent Thomas Vielhaber 21 Tage lang komplett auf das Auto verzichten. „Ich komme ohnehin fast täglich mit dem Fahrrad“, erklärt er. Nun wagt er den nächsten Schritt zum radikalen Verzicht auf den Pkw.

Ausbau der Radwege

Der Freizeitverkehr sei von Beginn der Radverkehrsförderung an ein Schwerpunkt gewesen, vor allem weil Arnsberg den Vorteil habe, dass der Ruhrtalradweg quer durch die Stadt führt. Und der Ausbau des Radwegenetzes geht weiter voran: Insgesamt 320.000 Euro erhält die Stadt aus dem Förderprogramm Nahmobilität des Landes. Sie fließen in die Verlegung des Möhnetalradwegs und den Ausbau des Radexpresswegs in Neheim sowie in die Öffentlichkeitsarbeit.

Beim deutschlandweiten ADFC-Fahrradklimatest landete Arnsberg jüngst auf Platz 20 von 106 Städten ähnlicher Größe, mit einer leichten Verschlechterung zum Test 2016. „Die Leute werden kritischer, das ist aber auch in Ordnung so“, meint Vielhaber. „Inhaltliche Kritik unterstützt unsere Arbeit.“ So haben Teilnehmer des Stadtradelns auch die Möglichkeit, Schlaglöcher und Co. direkt an die Stadt zu melden.

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