Möhneflut-Gedenken

Würdiges Andenken an „Opfer der Möhnewiesen“ im NRW-Landtag

Einige der Jugendlichen vor den Portraits der Zwangsarbeiterinnen.

Einige der Jugendlichen vor den Portraits der Zwangsarbeiterinnen.

Foto: Martin Schwarz

Arnsberg.   Das von Arnsberger Jugendlichen umgesetzte Kunstprojekt zu den bei der Möhneflut gestorbenen Zwangsarbeiterinnen ist im Landtag zu sehen.

Die „Opfer der Möhnewiesen“ - die hunderte von Zwangsarbeiterinnen, die bei der Möhneflut nach der Bombardierung der Staumauer im Jahr 1943 in Neheim in den Tod gespült worden waren - erhalten 76 Jahre nach dem schrecklichen Ereignis auch landesweit ein würdiges Gedenken. Das von Arnsberger Jugendlichen unter der Leitung von Astrid Breuer umgesetzte Kunst- und Erinnerungsprojekt wird als Ausstellung ab dem 15. Mai in der Bürgerhalle des nordrhein-westfälischen Landtages in Düsseldorf zu sehen sein.

In dem Projekt hatten die 17 Jugendlichen stellvertretend für alle vermutlich mehr als 700 Opfer 17 Portraits von Frauen geschaffen, die in der Flutwelle ums Leben kamen. Mit der Förderung der Bürgerstiftung Arnsberg war das von Astrid Breuer initiierte und geleitete Projekt umgesetzt worden. „Es wurde ein bewegendes Andenken an die Opfer geschaffen“, heißt es in der Einladung der NRW-Landtages zur Ausstellungseröffnung am 15. Mai um 13.30 Uhr.

Das beeindruckende Kunstprojekt war bereits vor einem Jahr in einer Ausstellung im Neheimer Kunstwerk zu sehen. Ausgezeichnet wurde die Initiative mit dem NRW-Jugendkulturpreis. Auch beim Wettbewerb „Junges Engagement“ unserer Zeitung war das Projekt nominiert gewesen. Ziel war es, den Opfern ein Gesicht, eine Geschichte und ihre Biografie zurückzugeben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben