GEHEIMNISSE DES VATIKAN

1. Vortrag in Balves neuem Pfarrheim: Darum war Saal voll

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Kolpingforum im Balves neuem Pfarrheim: Das Interesse ist riesengroß. Die letzten freien Plätze sollten später ebenfalls besetzt sein.

Kolpingforum im Balves neuem Pfarrheim: Das Interesse ist riesengroß. Die letzten freien Plätze sollten später ebenfalls besetzt sein.

Foto: jürgen overkott / WP

Balve.  Lust aufs neue Balver Pfarrheim, Interesse an Geheimnissen des Vatikan. Darum war der Vortrag von Matthias Daufratshofer ein Erfolg.

Die Neugier war groß, aufs neue Pfarrheim und, natürlich, auf den Referenten des Kolpingforums: Matthias Daufratshofer. Der Kirchengeschichtler aus Münster hatte versprochen, in einem Vortrag Geheimnisse des Vatikans zu lüften. Kein Wunder, dass der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war.

Mittdreißiger Daufratshofer hat in München Theologie und Lateinischen Philologie studiert. Seit 2015 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl des Seminars für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät in Münster. Vor zwei Jahren promovierte der Kirchengeschichtler über den Jesuiten Franz Hürth.

Theologisch nicht so bewanderte Zeitgenossen mögen sich fragen: Wer, bitte, ist Franz Hürth? Was, bitte, hat er mit dem Vatikan zu tun?

Franz Hürth (1880-1963) war nichts weniger als der „Holy Ghostwriter“ des Vatikans. Er schrieb für gleich zwei Päpste wichtige Texte: Pius XI. und Pius XII. Engelbert Falke, Organisator des Programms des Kolpingforums, hat zu Pius XII. eine persönliche Verbindung: „Das war der Papst meiner Jugend.“ Franz Hürth hatte über seinen Bruder Theodor auch eine Verbindung zur Kolpingsfamilie. Theodor Hürth war der Präses des Internationalen Kolpingswerks.

Mysterien der Kirchengeschichte hin, Geheimnisse des Vatikans her: Wie spannend, wie anschaulich würde der Vortrag des Fachmanns werden? Die Tatsache, dass die Doktorarbeit von Matthias Daufratshofer Vorlage für ein Sachbuch des Herder-Verlages wurde, ließ hoffen. Die Gäste seines Vortrags wurden nicht enttäuscht.

Bereits vor seinem Auftritt im großen Saal nutzte der Experte die Gelegenheit, die neuen, hoch professionell ausgestatteten Räume des neuen Pfarrarchiv zu besichtigen. Matthias Daufratshofer freute sich, von Archivar Rudolf Rath zu hören, wie sehr die Einrichtung von Menschen aus dem Pastoralverbund Balve-Hönnetal genutzt wird. Der muntere Austausch von Referent und Archivar war Auftakt für einen ebenso munteren, zuweilen launigen Vortrag, wie Besucher erfreut feststellten.

Deckenhalterung für Beamer

Nebenher war der Vortrag auch ein Praxistest für das neue Pfarrheim. So stellte sich heraus, dass in Details nachgearbeitet werden muss. Ein Beamer musste provisorisch auf einen Stuhl gestellt werden. Kein Wunder, dass in der Runde der Wunsch aufkam, für einen Beamer eine feste Deckenhalterung anzubringen.

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