Kurioser Unfall

27-Jähriger rast betrunken rückwärts durch Balve

Der 27-Jährige war auf jeden Fall betrunken (Symbolbild). Möglicherweise hatte er auch Drogen im Blut.

Der 27-Jährige war auf jeden Fall betrunken (Symbolbild). Möglicherweise hatte er auch Drogen im Blut.

Foto: WEISSENFELS, Markus

Garbeck.   Ein 27-Jähriger ist in Balve rückwärts durch eine Spielstraße gerast. Der Mann hatte wohl nicht nur Alkohol im Blut. Die Situation eskalierte.

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Ein 27-jähriger Balver ist am hellichten Tag sturzbetrunken durch eine Spielstraße in Garbeck gerast. Das Ungewöhnliche: Der Mann fuhr mit seinem Auto rückwärts. Die Fahrt endete an einer Mauer. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Laut Polizei ereignete sich der nicht ganz alltägliche Vorfall am Samstag (13. April) gegen 13 Uhr in der Straße Auf der Gabel. In dem verkehrsberuhigten Bereich ist eigentlich Schrittgeschwindigkeit vorgeschrieben. Zeugen schilderten aber laute Motorgeräusche von geschätzten 4000-5000 Umdrehungen, was laut Polizei „eine deutliche Geschwindigkeitsüberschreitung vermuten lässt“.

3500 Euro Schaden an einer Mauer

Nach einer Fahrstrecke von etwa 50 Metern kam der Fahrer mit seinem Auto nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte mit dem Fahrzeugheck gegen eine Grundstücksmauer. Diese wurde bei dem Zusammenstoß komplett zerstört. Der Schaden beträgt etwa 3500 Euro. Zeugen verständigten sofort die Polizei.

Bei der Unfallaufnahme fing der Beschuldigte an die diensthabenden Polizeibeamten zu beleidigen. Schnell sei den handelnden Beamten aufgefallen, dass der Beschuldigte nicht Herr seiner Sinne war, heißt es im Polizeibericht. In der Atemluft des Beschuldigten wurde Alkoholgeruch festgestellt. Da der Beschuldigte vor Ort einem Atemalkoholtest, sowie einem Drogentest verweigerte, wurde er zur Polizeiwache Menden gebracht. Dort wurde ihm eine Blutprobe zur Feststellung des Alkoholwertes im Blut entnommen.

Zusätzliches Verfahren wegen Beamtenbeleidigung

Die Polizei bezweifelt, dass der Alkoholkonsum alleine Ursache für das soziale Fehlverhalten des Beschuldigten war. „Das Ergebnis der Blutprobe wird über einen möglichen Betäubungsmittelkonsum Aufschluss bringen“, heißt es. „Jegliche Weiterfahrt mit Fahrerlaubnispflichtigen Fahrzeugen wurde dem Beschuldigten untersagt.“

Der Beschuldigte muss sich wegen Beamtenbeleidigung in einem gesonderten Verfahren verantworten.

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