Feuerwehr

5203 Stunden für die Menschen in Balve

Feuerwehr-Übung auf dem Stadtfest in Balve.

Foto: Marcus Bottin

Feuerwehr-Übung auf dem Stadtfest in Balve. Foto: Marcus Bottin

Balve.   Menschen in Not helfen: Für die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr in Balve eine Berufung.

Wenn aber immer weniger Menschen bereit sind mitzuhelfen, bekommt die Feuerwehr Probleme. 40 aktive Einsatzkräfte hat die Löschgruppe Stadtmitte aktuell – vor einem Jahr waren es noch 45. „Tagsüber, wenn es gut läuft, habe ich zwölf Mann“, berichtete Löschgruppenführer Klaus-Peter Engel unserer Zeitung. „Dann muss ich aber davon ausgehen, dass alle, die Freischicht haben, auch da sind.“

Viele Schichtarbeiter

Weil es aber immer mehr Schichtarbeiter gebe, und viele junge Feuerwehrleute ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, wird es bei gewissen Einsätzen eng. 45 waren es im abgelaufenen Jahr, wie Klaus-Peter Engel während der Jahresdienstbesprechung berichtete.

„Die Zahl der Einsätze im Bereich Technische Hilfe nimmt zu.“ Dazu gehören Personen, die hinter verschlossenen Türen Hilfe benötigen, Verkehrsunfälle sowie Hilfeleistungen für den Rettungsdienst. Klaus-Peter Engel: „Ich danke allen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit und die Bereitschaft, 365 Tage im Jahr rund um die Uhr für den nächsten Einsatz bereit zu sein.“

Ein Extralob gab es für die Gerätewarte der Löschgruppe um Rüdiger Reck. „Diese Truppe engagiert sich über das normale Maß hinaus und sorgt dafür, dass die Fahrzeuge und Geräte ständig einsatzbereit, geprüft und entsprechend gepflegt sind“, sagte Klaus-Peter Engel. Über das normale Maß hinaus, das bedeutet: 993 Stunden im Jahr.

Aus- und Fortbildungen

Aktiv waren die freiwilligen Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen bei der Aus- und Fortbildung. Fünf nahmen an der Grundausbildung teil. Auf Kreisebene sind neun Sprechfunker ausgebildet und am Institut der Feuerwehr in Münster mehrere Lehrgänge und Seminare besucht worden. Bodo von Düren ist nun Ausbilder für Drehleitermaschinisten, Matthias Ickler Gerätewart und Svend Fliege Ausbilder in der Feuerwehr sowie Führungskraft im Gefahrguteinsatz.

Zudem wurde Rüdiger Reck in einem Seminar für den Einsatz bei der Patientenrettung ausgebildet und Gerold Vogel absolvierte erfolgreich die Ausbildung zum Zugführer. Markus Lazer-Weber wurde bei der Firma Dräger in Lübeck für den Umgang und die Wartung mit Atemschutzgeräten geschult. Als Atemschutzgerätewart trägt er eine hohe Verantwortung und gewährleistet die Einsatzbereitschaft der Truppe.

1715 Stunden

Allein im Bereich der Aus- und Fortbildung kommt die Freiwillige Feuerwehr Stadtmitte im Jahr 2016 auf insgesamt 1715 Stunden. Die Gesamtstundenzahl der Arbeitsleistungen (Einsätze, Brandsicherheitswachen) liegt sogar bei 5203 Stunden.

Gerold Vogel, Stellvertretender Löschgruppenführer, erläuterte die Ausbildungsinhalte in diesem Jahr und gab die Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene bekannt. Hier wird die Löschgruppe einige Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Funker ausbilden lassen. Am Institut der Feuerwehr in Münster folgen Schulungen im Bereich der Führungsarbeit.

Schnellerer Ausbildungsweg

Der Stellvertretende Wehrleiter Oliver Prior berichtete über die Abarbeitung des Brandschutzbedarfsplans und ging auf die neue kreisweite Ausbildungsoffensive ein. Ihr Ziel: Feuerwehren personell zu stärken. Daher seien Ausbildungsinhalte und Module überarbeitet worden. „Sie ermöglichen neuen Feuerwehrmitgliedern einen schnelleren Ausbildungsweg für die verschiedenen Bereiche.“

Somit könnten neue Mitglieder schneller als aktive Kraft am Einsatzgeschehen teilnehmen und die Wehr vor allem tagsüber personell gestärkt werden.

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