Kirche

Altarfenster ein Hauptgrund für Bewerbung

Foto: Alexander Bange

Balve.   Gemütlich, klein und warm.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

So präsentierte sich die evangelische Kirche in Balve nach Aussage der neuen Pfarrerin Antje Kastens, die die etwa 40 Teilnehmer des Kolpingsforums allesamt per Handschlag begrüßte. Sie sei nicht nur sehr gespannt auf den Abend, auch die überwiegend katholischen Gläubigen dürften gespannt sein. Und dann erzählte Antje Kastens „von Gott und auch von mir“.

Die neue evangelische Pfarrerin plauderte aus dem Nähkästchen, warum sie sich auf die Stelle in Balve beworben habe. Das schöne Altarfenster habe sie tief beeindruckt. „Es war ein echter Grund, mich zu bewerben. Das Wort Gottes – eine Botschaft in Architektur umgesetzt. Wir sind hier wahrlich vom Wort Gottes umgeben.“

Heiliger Ort im Alltag

So war es auch während der Andacht zu Beginn des Kolpingforums. Es gebe immer Menschen, die fragen, wo Gott denn sei, sagte Pfarrerin Antje Kastens, machte aber den Zweiflern Mut: „Diese Frage ist eine wichtige Form des Glaubens.“ Gott sei allgegenwärtig, er schlafe nicht, er handle. Kastens: „Nicht die Anzahl der Menschen, die in die Kirche gehen, ist entscheidend. Entscheidend ist, dass wir von Gott empfangen dürfen.“ Kirche sei aber als heiliger Ort im Alltag nötig, vor allem auch in dieser schnelllebigen Zeit, um zur Ruhe zu kommen.

Zehn Monate geschlossen

Dann übernahm Stefan Schneider vom Presbyterium. Seit der ersten Idee zur Kirchenrenovierung seien zehn Jahre vergangen, berichtete er. Zehn Monate sei die evangelische Kirche geschlossen gewesen. Die Gottesdienste fanden in dieser Zeit im Gemeindehaus statt. Die wichtigsten Maßnahmen: eine neue Heizung, neue Fenster, das Altarfenster („ein anspruchsvolles Kunstwerk“) und der nach oben geöffnete Altarbereich. Verworfen habe man die Idee, die Orgel in den hinteren oberen Teil der Kirche zu verlegen. Sie habe vollständig demontiert werden müssen, um während der Renovierungsarbeiten nicht beschädigt zu werden.

Zwischen 100 000 und 200 000 Euro

Auf die Frage, wie viel die Renovierung der evangelischen Kirche gekostet habe, konnte Stefan Schneider keine eindeutige Aussage machen. Insgesamt, „mit allem drum und dran“, sei ein Betrag zwischen 100 000 und 200 000 Euro zusammengekommen.

Viel Lob gab es vom Presbyterium für den Förderverein, der nicht nur viel Herzblut in die Renovierung gesteckt, sondern auch große finanzielle Unterstützung geleistet habe.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik