DRK/MALTESER

Altkleider-Container: Müllproblem „extrem“ geworden

Immer wieder landet Müll vor oder in Altkleider-Containern (hier an der Mittelstraße).

Immer wieder landet Müll vor oder in Altkleider-Containern (hier an der Mittelstraße).

Foto: Jürgen Overkott / WP

Balve.  Mathias Maslow gilt als ruhiger Mann. Doch dieser Tage war der Ortsgruppenvize des DRK genervt. Kein Wunder, erneut war in den Altkleider-Containern des Sozialverbandes Müll aufgetaucht. Neben Autositzen und Tapetenresten fand sich auch ein Vibrator. „Seit einem halben Jahr“, stellte Maslow fest, „nimmt die Vermüllung der Container zu. Das ist schon extrem.“

Bereits im Herbst hatte DRK-Helfer Karl Würminghausen Müll im Container an der Mittelstraße in Balve entdeckt. Dumm für die Verursacher: Sie wurden entdeckt, mussten den Müll selbst entsorgen.

Warum sich immer mehr Müll in den Sammelstellen findet, weiß Maslow nicht: „Die Sperrmüll -Abfuhr in Balve ist kostenlos.“

Das DRK hat im Stadtgebiet fünf Container aufgestellt. Zwei stehen an der Schulstraße in Garbeck, einer an der Mittelstraße, ein weiterer ist vor dem DRK-Kindergarten in Langenholthausen aufgestellt. Altkleider werden auch vor dem DRK-Quartier in Garbecks Gewerbegebiet Braukessiepen gesammelt. Dort findet sich der meiste Müll. Unrat-Entsorgung kostet Geld: „Und eklig ist es auch. Manchmal befinden sich Essensreste in den Kleidern.“

Erlös dient gutem Zweck

Dabei sollen Alt-Textilien armen Balvern helfen. Selbst wenn gebrauchte Kleidung nicht mehr tragbar ist: Der Erlös finanziert die Aktivitäten des Verbandes.

Probleme mit vermüllten Container-Standorten kennen auch die Malteser. Allerdings trifft es den katholischen Sozialverband nicht ganz so hart wie das DRK. Malteser-Stadtbeauftragter Markus Ickler zur WP-: „Wir haben im Erzbistum Paderborn einen Rahmenvertrag mit einem externen Unternehmen aus Dortmund. Das kümmert sich um die Kleider-Spenden – und damit auch um den Müll.“ Aber auch vor den Containern sammelt sich immer mehr Müll. Die Stadt muss ihn entsorgen. Liegen jedoch Kleidersäcke vor den Behältern, sind die Malteser gefragt. Was tun? Markus Ickler: „Wir haben schon über Videokameras nachgedacht.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben