Im Fernsehen

ARD beleuchtet Gewalt gegen Schiedsrichter

Autor Torsten Winkler (Mitte) interviewt TuS-Präsident „Charly" Grote auf den Langenholthauser Sportplatz für das ARD-Morgenmagazin.

Foto: Richard Elmerhaus

Autor Torsten Winkler (Mitte) interviewt TuS-Präsident „Charly" Grote auf den Langenholthauser Sportplatz für das ARD-Morgenmagazin. Foto: Richard Elmerhaus

Langenholthausen.  Das ARD-Morgenmagazin beschäftigt sich am Montagmorgen (ab 5.30 Uhr) mit der Gewalt auf den Amateurspielplätzen, vor allem gegen Schiedsrichter.

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Nachdem Schiedsrichter immer häufiger beleidigt, angespuckt und auch geschlagen werden, hat der Vorsitzende des Kreisfußballausschusses im Kreis Arnsberg, Michael Ternes, die Reißleine gezogen und Spiele in den Kreisligen abgesagt.

Weckruf an die Vereine

Nicht alle Vereine sind mit diesem Schritt einverstanden. Das stört Ternes aber wenig. Als er am Sonntag auf dem „Düsterloh“ weilte, um mit dem ARD-Fernsehteam das Thema zu beleuchten, erklärte er: „Wenn an einem Wochenende elf Rote Karten von den Schiedsrichtern gezeigt werden, dann müssen wir reagieren. Wer der Meinung ist, wir sollten dem Hilferuf der Unparteiischen keine Bedeutung beimessen, der hat nicht verstanden, um was es hier geht.“

Unterstützung erhält er vom Vorsitzenden des TuS Langenholthausen. „Es ist an der Zeit, Spieler, Trainer, Vorstände und Zuschauer zu sensibilisieren. Die Absage des Spieltages ist ein Weckruf an die Vereine“, sagt Charly Grote. Dieser Weckruf ist auch bei der ARD angekommen. „Die Absage ist in aller Munde und stößt auf überregionales Interesse. Deshalb sind wir nach Langenholthausen gekommen, um mit Michael Ternes, TuS Langenholthausen, Zuschauern und Spielern aus der Kreisliga zu sprechen“, begründet Autor Torsten Winkler die Fahrt von Köln nach Balve. Am Montagmorgen wird er die Gewalt auf den Sportplätzen im Morgenmagazin in die Öffentlichkeit transportieren.

Situation eskaliert

Ursache dafür, dass der Fußballkreis Arnsberg mit der Absage aller Meisterschaftsspiele an diesem Sonntag in den Kreisligen reagierte, ist auch die Kreisliga-B-Partie SuS Langscheid/Enkhausen gegen SC Neheim II. Denn als der Unparteiische in der Nachspielzeit einen völlig berechtigten Strafstoß für die Hausherren aus Langscheid pfiff, eskalierte die Situation. Der Schiri wurde laut seiner Angaben anschließend nicht nur verbal („Nazi“, „Hitler-Gruß“ und „Hurensohn“), sondern auch körperlich so massiv attackiert, dass er das Spiel abbrach. Dass er die Schiedsrichterkabine ohne schwere Verletzungen erreichte, ist dem Ordnungsdienst des SuS Langscheid/Enkhausen zu verdanken, der sich schützend vor ihn stellte.

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