Balve. . Im Kolpingforum berichtete Rebecca Schröer von ihrem Hilfsprojekt „Tsala ya Africa“ und fand gut 40 interessierte Zuhörer.

Direkte Hilfe vor Ort leisten, auch wenn sie selbst nicht dort sein kann. In dem Land, das ihr so ans Herz gewachsen ist. Fünf Jahre ist es schon her, dass die junge Frau aus Langenholthausen im Anschluss an das Abitur sieben Monate in Südafrika verbrachte. Das Deutsch-Südafrikanische Jugendwerk (DSJW) vermittelte sie auf eine Farm, zweieinhalb Autostunden von Johannesburg entfernt.

Schröer half auf dieser Farm mit, arbeitete auch an Schulen der Umgebung. Und der Aufenthalt hat bei ihr so einen tiefen Eindruck hinterlassen, dass sie später mit drei Mitstreiterinnen, die ebenfalls Freiwilligendienst dort leisteten, das Hilfsprojekt „Tsala ya Africa“ (übersetzt: Freund von Afrika) gründete.

Dieses läuft immer noch ziemlich erfolgreich. Und am Montagabend beim Balver Kolpingforum im Gemeindehaus erreichte Rebecca Schröer gut 40 Interessierte, die von dem Projekt und von ihren Erinnerungen an das Land am Kap hören wollten.

Spende von Eine-Welt-Gruppe

„Die Schule dort in der Nähe der Farm hat zugemacht. Und das staatliche Schulsystem in dem Land ist eine Katastrophe. Oft kommen die Lehrer einfach nicht, weil sie keine Lust haben“, berichtete Schröer. Da schaffe eine private Schule, die für viele Eltern aber nicht zu finanzieren sei und auch viel zu weit entfernt liege, wesentlich bessere Zukunftschancen. Und genau deshalb finanziert „Tsala ya Africa“ mittlerweile sieben Kindern den Besuch auf einer Privatschule mit angeschlossenem Internat. „Wir möchten noch viel mehr Kinder ins Boot holen und ihnen den Besuch der Privatschule ermöglichen“, formulierte Schröer am Montagabend ihren Wunsch.

Die Spende in Höhe von 250 Euro von der Balver Eine-Welt-Gruppe, die im Rahmen des Vortrags überreicht wurde, kam da natürlich gelegen.

Die 25-Jährige hat sich aus dem Tagesgeschäft des Projektes im Moment ein wenig zurückgezogen. Ihr Studium des Grundschullehramtes fordert sie derzeit sehr. Auf die Nachfrage aus dem Publikum, ob sie denn sicher wisse, dass die Spendengelder gut aufgehoben sind, antwortete Schröer: „Wir arbeiten auch mit den neuen Freiwilligen auf der Farm zusammen und sind mit diesen im Austausch. Diese schauen sich unsere Projekte an und kontrollieren die Ergebnisse. Gleiches machen unsere alten Gasteltern.“

Nicht nur, weil sie den Fortgang von „Tsala ya Africa“ überprüfen will, sagt Schröer über Südafrika: „Am liebsten würde ich sofort ins Flugzeug steigen.“