Balve/Lüdenscheid. Der Märkische Kreis hat die durch den IT-Angriff entstandenen Service-Problem zumindest teilweise im Griff. Was sich normalisiert hat.

Nach dem Cyberangriff auf die IT des Märkischen Kreises zeichnet sich eine allmähliche Normalisierung ab. Die Kreisverwaltung ist weiter im Notbetrieb, aber ab sofort wieder per Mail über die normalen de-Adressen erreichbar. Und: Die monatlichen Sozialhilfezahlungen erfolgen. Das geht aus einer Mitteilung von Kreis-Sprecher Alexander Bange hervor.

Der Cyberangriff auf die Südwestfalen-IT (SIT) beeinträchtigt weiterhin die Handlungsfähigkeit der kommunalen Verwaltungen. Betroffen sind 72 Mitgliedskommunen aus dem Verbandsgebiet in Südwestfalen, darunter auch die fünf südwestfälischen Kreise (Kreis Soest, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Olpe, Hochsauerlandkreis und Märkischer Kreis). Aus Sicherheitsgründen sind alle Städte, Gemeinden und Kreise vorsorglich vom Netz genommen worden.

Mit erheblichen Folgen: Viele Bürgeranliegen können nicht bearbeitet werden. Inzwischen haben IT-Experten zumindest teilweise Lösungen erarbeitet. Nach und nach sind Bange zufolge wieder mehr Dienstleistungen möglich, die auf der Not-Homepage www.maerkischer-kreis.org aufgeführt sind.

Die Kreisverwaltung ist zudem ab sofort wieder per E-Mail über die normalen de-Adressen erreichbar. Der Märkische Kreis hatte zwischenzeitlich Notfall-E-Mail-Adressen eingerichtet, die schrittweise abgeschaltet werden. Wer eine Mail an die alternative org-Adresse sendet, erhält eine automatische Benachrichtigung mit dem Hinweis, die Nachricht bitte an die de-Adresse zu senden.

Die monatlichen Sozialhilfezahlungen sind überdies auf den Weg gebracht. Sie werden überwiegend planmäßig am 30. November auf den Konten der Berechtigten gutgeschrieben. Eingeschlossen sind auch die Leistungen der Hilfe zur Pflege, für pflegebedürftige Personen sowie die Zahlung an Pflegeeinrichtungen. Da in einigen Fällen noch manuelle Eingaben erforderlich waren, kann sich die Gutschrift bis zum 1. Dezember verzögern. Der Kreis bittet um Verständnis. Sollten Betroffene dann noch keine Zahlung auf ihrem Konto feststellen, kann beim jeweiligen Sozialamt nachgefragt werden. Für die Hilfe zur Pflege können Anfragen beim Märkischen Kreis gestellt werden. Dort kann anhand von Zahlungslisten geprüft werden, ob eine Überweisung erfolgt ist.