Balve. Der Kirchenmusiker aus Balve geht neue Wege. Für Messdiener spielt er Filmmusik. Und 2025 folgt das ganz große Ding.

Kirchenmusiker Maximilian Wolf will die Pfarrkirche St. Blasius im kommenden Jahr mit einer neuen Konzertreihe für ein musikinteressiertes Publikum attraktiv machen. Im Gespräch mit der Westfalenpost nannte er bereits Rahmendaten. Bei einem Konzert hat sich Maximilian Wolf sogar etwas Besonderes ausgedacht.

Christian Rose (mit Antje Heinemann) plant ein großes Chorkonzert gemeinsam mit Maxi Wolf.
Christian Rose (mit Antje Heinemann) plant ein großes Chorkonzert gemeinsam mit Maxi Wolf. © Christian Rose | Johannes Rose

Sechs Konzerte sind geplant. Geliebte Tradition ist ein Auftritt des Kirchenchors mit Orgelbegleitung. Nicht ungewöhnlich sind auch Veranstaltungen mit Orgel und anderen Instrumenten. Fünf davon soll’s in St. Blasius geben. Aber ein Musikangebot dürfte zum Event mit Überraschungsfaktor werden: „Bei einem Konzert werde ich auch Filmmusik spielen“, kündigte Maximilian Wolf an, der seit der Zusammenlegung der Pastoralverbünde Balve-Hönnetal und Hemer zu einem gemeinsamen pastoralen Raum für Kirchenmusik in einem riesigen Gebiet zuständig ist. Das Filmmusik-Konzert will er mit Messdienern in Balve machen: „Das ist Musik für ein junges Publikum. Das kann damit mehr anfangen als mit Bach oder Reger.“ Maximilian Wolf fängt da an, wo die Filmmusik-Gala des Musikvereins Balve im September aufhörte: bei Soundtracks von „Star Wars“ und „Harry Potter“.

Filmmusik-Gala des Musikvereins Balve in der ausverkauften Höhle
Filmmusik-Gala des Musikvereins Balve in der ausverkauften Höhle © WP | jürgen overkott

Maximilian Wolf blickt sogar schon jetzt auf das Jahr 2025. Er plant einen Mammutauftritt von gleich drei Chören: Der Balver Kirchenchor ist dabei, je eine Sängerschar aus Menden und Iserlohn kommen dazu. Gute 100 Stimmen sind zu hören, dazu ein Sinfonie-Orchester. Maximilian Wolf arbeitet dafür eng mit seinen Kollegen Christian Rose aus Menden und Tobias Leschke aus Iserlohn zusammen. Auf dem Programm steht der „Elias“ von Mendelssohn-Bartholdy. „Die Idee kam bei einem Grillabend“, erzählt Maximilian Wolf schmunzelnd.

In diesem Jahr hat Maximilian Wolf die Kirche bereits für Konzertgänger geöffnet. In der warmen Jahreszeit hat er an mehreren Sonntagabenden kompakte Konzerte mit einer Dauer von 45 bis 60 Minuten gegeben. Ein Mann, eine Orgel und viel Klassik: Das war sein Konzept. Es kam beim Publikum gut an, wie er erfreut bilanzierte. Was ihn zudem glücklich macht: Im Publikum waren auch überraschend viele jüngere Leute.