Rathaus

Aufzug gewünscht, Brandschutz bekommen

Foto: Marus Bottin

Balve.   Eigentlich wollte die Verwaltung nur einen Aufzug ins Rathaus bauen, um Menschen mit Behinderung einen barrierefreien Zugang zu ermöglichen.

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Bekommen hat sie zudem ein Brandschutzkonzept, das im Zuge der Aufzugs-Planung angefordert wurde, aber nicht existierte. Für Mitarbeiter und Besucher des Rathauses bedeutet das zukünftig mehr Sicherheit im Falle eines Feuers.

Der neue Aufzug sollte ursprünglich außen ans Gebäude gesetzt werden. Weil jedoch keine ausreichend großen Abstandsflächen zu den Nachbargrundstücken existieren, fiel diese Option schnell weg. Nun kommt der Aufzug in das Gebäude – und kostet die Verwaltung zwei komplette Büros.

Dachgeschoss nicht angeschlossen

Um die Kosten niedriger zu halten, werde das Dachgeschoss wird nicht angeschlossen, erklärt Ernst-Reiner Schulte, der für die städtischen Immobilien verantwortlich ist. Auch die Zwischenetagen werden nicht barrierefrei erreichbar sein.

Das Brandschutzkonzept sieht nicht nur den Austausch diverser Türen und Fenster vor, die Verwaltung muss auch einen zweiten baulichen Rettungsweg erstellen. Aus diesem Grund wird das Rathaus eine Außentreppe auf der Seite zur Hofstraße bekommen.

Weil der Einstieg in den neuen Aufzug drei Treppenstufen höher als der Haupteingang liegt, soll der zweite Gebäudeeingang im Bürgerbüro aufgewertet werden – und zum inoffiziellen Haupteingang werden. Von dort gibt es eine Rampe, die zum Flur mit dem Einstieg in den Aufzug führt.

Das Bürgerbüro soll in naher Zukunft ebenfalls umgebaut werden und sich offener und freundlicher präsentieren. Der Bürgermeister bittet um Geduld, dass sich der Umbau weiter verzögere. Zunächst seien die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes und die Planung des Aufzuges wichtiger gewesen.

270 000 Euro Gesamtkosten

Der Baubeginn für den Rathaus-Aufzug soll noch in diesem Frühling sein. „Wir warten auf die Baugenehmigung, aber dann sollte es recht schnell gehen“, sagt Bürgermeister Mühling. Bis die ersten Nutzer ohne Treppensteigen von einer Etage in die andere gelangen können, wird allerdings noch einige Zeit vergehen. „Wir machen das häppchenweise und im laufenden Betrieb. Das wird sich wohl über ein Jahr hinziehen“, so der Verwaltungschef.

Rund 270 000 Euro sind für die Gesamtmaßnahme veranschlagt. Eine Teilsumme von 160 000 Euro wird zu 70 Prozent städtebaulich gefördert. Den Rest muss die Stadt aus der eigenen Kasse bezahlen.

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