AMTSGERICHT MENDEN

Balve: Betrunkenen Einbrecher trieb Bier-Durst

Einbrecher trieb Bier-Durst.

Einbrecher trieb Bier-Durst.

Foto: Martina Dinslage / Westfalenpost

Balve.  Teufel Alkohol. Ein betrunkener Einbrecher wollte Bier. Leider war das Getränk in der Wohnung eines abwesenden Freundes. Ein Fall fürs Gericht.

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Ein Wohnungseinbruch in trunkenem Kopf hat einem Balver fünf Monate Haft eingebrockt. Das Amtsgericht Menden setzte die Strafe zur Bewährung aus. Was war passiert?

Am 15. Januar 2019 fuhr der Angeklagte zusammen mit einem Freund gegen 11 Uhr mit dem Zug von Menden nach Balve. Der Angeklagte begab sich nach Hause, die Wege der beiden trennten sich. Der Angeklagte leerte eine 0,7-Liter-Flasche Wodka. Dann ging er zu der Wohnung des Freundes in Balve. Er wusste, dort war Bier war, und der Angeklagte hatte immer noch Durst. Der Freund war indes nicht zu Hause. Der Angeklagte brach bei dem Freund ein, um ans Bier zu kommen. Er trank eine Flasche, packte in der Wohnung kurzerhand weitere fünf Flaschen in einen Rucksack des Freundes und machte sich davon. Als der Angeklagte das Bier trinken wollte, erwischte ihn die Polizei. Sie gab dem Freund Bierflaschen und Rucksack zurück.

Freunde söhnen sich aus

Später entschuldigte sich der Angeklagte bei dem Freund . Er trägt es ihm nicht nach. Die Mühlen der Justiz mahlten dennoch.

Zum Tatzeitpunkt war der Angeklagte volltrunken; 2,7 Promille Blutalkohol plus Ausfallerscheinungen. Das Gericht ging von verminderter Schuldfähigkeit aus. Der Strafrahmen von einem Jahr verschob sich wegen der verminderten Schuldfähigkeit, so dass die Mindeststrafe nur noch 3 Monate betrug. Zu Gunsten des Angeklagten sprachen Geständnis, die Trunkenheit und der geringe Schaden, zu seinen Lasten allerdings Voreintragungen. Ergebnis: fünf Monate Bewährung.

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