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Balve: Die Ausbildungs- und Studienbörse fällt aus

Eine Ausbildungsbörse, bei der sich die Besucher dicht an dicht drängen, wird es in diesem Jahr nicht geben.

Eine Ausbildungsbörse, bei der sich die Besucher dicht an dicht drängen, wird es in diesem Jahr nicht geben.

Foto: BWT

Balve/ Märkischer Kreis.  Für die Karriere im MK ist die Ausrichtung einer Ausbildungs- und Studienbörse angesichts des Corona-Virus in diesem Jahr nicht durchführbar.

Die Ausbildungs- und Studienbörse Karriere im MK findet 2020 nicht statt. „Diese Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen!“, sagt Thomas Haude, Pressesprecher von Karriere im MK. „Das ist für alle, die die größte Ausbildungsbörse des Märkischen Kreises für die Berufsorientierung nutzen wollten und natürlich auch für alle Betriebe und Hochschulen eine große Enttäuschung.“

Die Absage des Campus Symposiums 2020 führt dazu, dass Karriere im MK in diesem Jahr keinen Veranstaltungsort in Iserlohn hat. Allerdings ist dies nur ein Baustein, der die Entscheidung zur Absage noch vervollständigt hat. Denn schon vorher war man zu der Überzeugung gelangt, dass Karriere im MK dieses Jahr nicht stattfinden kann. In Abstimmung mit den Schirmherren, dem Landrat des Märkischen Kreises und den Bürgermeistern der Städte Balve, Hemer, Menden und Iserlohn habe man sich entschlossen, in diesem Jahr auf eine Präsenzveranstaltung zu verzichten.

„Das potenzielle Gesundheitsrisiko ist uns aufgrund der unklaren weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie einfach zu groß“, erklärt Haude. Zu der Veranstaltung würden über 3000 Schülerinnen und Schüler erwartet, für die man Abstands- und Hygieneregeln nicht sicherstellen könne. Auch das Standpersonal der Aussteller wäre einem nach heutigen Kenntnisstand hohen Infektionsrisiko ausgesetzt.

Zurückhaltung der Aussteller

„Wir sehen aber auch an der geringen Anzahl der bisher erfolgten Ausstelleranmeldungen eine deutliche Zurückhaltung der Unternehmen“, schildert der Iserlohner Wirtschaftsförderer die aktuelle Situation. Eine Messe mit der halbierten Anzahl von Ausstellern werde dem Ausbildungsangebot der Region nicht gerecht und sei daher keine Alternative. Neben der Verantwortung für Besucher und Aussteller spiele aber auch die Planungsunsicherheit eine große Rolle für die Absage. Das Verbot für Großveranstaltungen gilt bis mindestens 31. August 2020. „Keiner kann uns heute sagen, ob nicht eine Verlängerung dieser Maßnahme kurzfristig erfolgt“, so Haude. Die intensive Vorbereitung, die von Karriere im MK durch Veranstaltungen in den Schulen sonst geleistet werde, sei so nicht möglich. Daher habe man sich trotz der aktuellen Lockerungen zur Absage zu diesem frühen Zeitpunkt entschieden.

Die Veranstalter sehen in der Absage von Karriere im MK 2020 aber auch eine Chance, das Konzept von Karriere im MK im Zuge der Digitalisierung neu zu denken und zu einem Highlight für die Region zu entwickeln.

Derzeit laufen Planungen für eine virtuelle Messe. Diese solle zukünftig keine reine Datenbank der verfügbaren Ausbildungsplätze sein, wie sie bereits jetzt auf www.karriere-im-mk.de zur Verfügung steht, sondern auch eine Interaktion der Schülerinnen und Schüler mit den Ausstellern, z. B. per Videochat, zulassen. Die Realisierung ist für den Herbst geplant.

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