Balve Optimum

Balve Optimum: Entspannte Besucher und Freude am Sport

Die weißen Zelte fehlen beim Balve Optimum auch in diesem Jahr nicht. 

Die weißen Zelte fehlen beim Balve Optimum auch in diesem Jahr nicht. 

Foto: Livia Krimpelbein / WP

Balve.  Reitfans mussten beim Balve Optimum in diesem Jahr mit Abstrichen leben. Die Atmophäre war dennoch top - und Besucher entspannt und zufrieden.

Weiße Zelte, Deutschlands beste Reitsportler, und Pferde, deren Felle im Licht der Sonne nur so schimmern — das sind Dinge, die das Balve Optimum ausmachen. Dinge, die es wider aller Erwartungen auch in diesem Jahr für die Reitfans gab, wenn auch mit Abstrichen. Doch die kleine Version der Deutschen Meisterschaften hatte auch was, wie Zuschauer, Veranstalter und Helfer uns verrieten.

Balve Optimum, das sind die Deutschen Meisterschaften im Spring- und Dressurreiten. Doch das Springreiten musste in diesem Jahr wegfallen (WP berichtete). Und trotzdem stellte der Reitverein Balve, mit Hilfe zahlreicher Sponsoren, ein Optimum auf die Beine, das vor Atmosphäre und Freude über den Sport nur so glänzte.

Im letzten Sonnenlicht findet im Dressurstadion die letzte Siegerehrung des Samstags statt. Feierliche Musik klingt über die Anlage, Zuschauer zelebrieren die besten Reittalente Deutschlands mit Applaus und Pfiffen. Neben dem Stadion bietet ein paar Meter weiter eine Riesenleinwand den Zuschauern eine Möglichkeit, das Geschehen zu verfolgen — denn Mindestabstand und Co. sind Pflicht.

Freude über Eintrittskarten

Zwei von ihnen sind Bettina Werner und Thomas Kaiser, die gemeinsam mit ihrem Hund Arko da sind. Seit mittags, 13 Uhr, sind die Sunderner am Start. „Als in der letzten Woche plötzlich doch noch neue Karten kamen, haben wir uns direkt angemeldet”, erzählt Werner. Die zwei hätten sich sehr gefreut, schließlich sollte es ja eigentlich gar keinen offenen Verkauf geben.

Und wie ist das so, ein Optimum unter Corona-Voraussetzungen? „Es ist natürlich entspannter”, sagt Werner. Die Kontrollen gebe es natürlich, und das Personal passe gut auf, aber vor allem die Leere sei für die beiden toll. „Deshalb konnten wir auch unseren Hund mitnehmen. Normalerweise würden wir das bei solchen Veranstaltungen nicht machen”, erklärt Werner. Und das scheinen sich viele gedacht zu haben: Auf der Turnier- und Reitanlage laufen so einige Vierbeiner, die keine Pferde sind, herum.

Die Entspannung ist den Besuchern anzumerken, und auch die Helfer freuen sich über etwas weniger Arbeit als in den vergangenen Jahren. Thorben und Anna, beide aus Kassel, sind 2020 für den Infostand des Optimums zuständig. In diesem Jahr ist er mit dem Merchandise zusammengelegt, und ein wenig merkt man die anderen Umstände auch hier: „Von unseren Masken haben wir tatsächlich alle verkauft”, lachen sie. Ansonsten merke man nicht allzu viel von der ungewöhnlichen Situation. Fragen zu den Hygieneregeln erreichen die zwei kaum, „die meisten haben hier auch eine recht hohe Selbstverantwortung und achten gut auf die Regeln.”

Für Organisatoren des Balve Optimum etwas weniger entspannt

Und eins haben die beiden Helfer auch schon gemerkt: „Es ist natürlich deutlich ruhiger und entspanntere Arbeit.“ Etwas weniger entspannt war‘s für die Organisatoren. Gräfin Barbara Brühl, Chefin des Reitvereins Balve, und Schwester der Freifrau Rosalie von Landsberg-Velen, zeigt sich stolz: „Es ist wirklich sehr gut geworden. Alle sind begeistert, wir bekommen so viel positiven Zuspruch”, freut sie sich.

Der Atmosphäre, dem Sport und Deutschlands besten Reitern und Pferden kann das Coronavirus im Nachhinein doch nicht allzu viel anhaben. „Wir haben uns natürlich gefreut, als plötzlich doch mehr Zuschauer kommen durften.” Dafür — und auch für das Stattfinden des Turniers — habe sich der Reitverein und vor allem von Landsberg-Velen sehr eingesetzt. Einig sind sich aber alle: Das Optimum ist — trotz Corona — gelungen. Aber nächstes Jahr hätten sie doch alle gern die Springprüfungen zurück. Also heißt es jetzt: hoffen. Und bis dahin: „Auf Balvesehen!”

Mehr Nachrichten, Fotos und Videos aus Balve und Umgebung gibt es hier.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben