TOURISMUS

Balve verliert bei Touristen etwas an Beliebtheit

Balve Optimum 2018, Nacht der Show: Wocklum zieht Publikum von weit her.

Balve Optimum 2018, Nacht der Show: Wocklum zieht Publikum von weit her.

Foto: Thomas Hellmann

Balve.   Balve konnte vom Rekordsommer kaum profitieren. Die Gesamtzahl von Gästen und Übernachtungen bröckelt. Es gibt aber auch gute Nachrichten.

Der Rekordsommer hat Balver Beherbergungsbetrieben kaum etwas gebracht. Das geht aus aktuellen Gäste- und Übernachtungszahlen des Verbandes Sauerland-Tourismus hervor. Er hat Daten für den Zeitraum Januar bis September dieses Jahres erfasst und ausgewertet.

Auf Anfrage der WP sagte der Sprecher des Sauerland-Tourismus’, Rouven Soyka, die Gesamtzahl der Gästeankünfte liege im Stadtgebiet bei 14.086. Das bedeutet ein Minus von 1,2 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Bei den Gästeübernachtungen sieht es in Balve sogar noch ungünstiger aus. Balve verbuche insgesamt 30.406 Übernachtungen – und damit 3,5 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2017.

Wer nach Balve kommt, bevorzugt einen Kurzurlaub – etwa ein langes Wochenende. Noch einmal Rouven Soyka: „Die mittlere Aufenthaltsdauer liegt bei 2,2 Tagen.“

Allerdings hatte Soyka auch frohe Botschaften. So wird Balve bei ausländischen Gästen deutlich beliebter. Bei den Ankünften ausländischer Gäste notierte der Sauerland-Tourismus 863. Das bedeutet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein sattes Plus von 11,8 Prozent.

Ferientermine spielen eine Rolle

Bei den Übernachtungen ausländischer Gäste in Quartieren im Hönnetal sieht es sogar noch günstiger aus. 7.082 Übernachtungen in Balver Hotels und Pensionen notierte Sauerland-Tourismus. Das sind ein Fünftel mehr oder exakt 20,9 Prozent.

„Grundlage für die Zahlen sind Betriebe mit mindestens zehn Betten“, erläuterte Soyka. Das heißt im Umkehrschluss: Die absoluten Zahlen für Balve dürften in jeder Kategorie noch etwas günstiger ausfallen. Denn Kleinbetriebe werden nicht berücksichtigt.

Der heimische Leader-Manager Lars Morgenbrod will die Zahlen nicht überbewertet wissen. Der WP sagte er am Mittwoch: „Wir hatten in den vergangenen Jahren sehr gute Zahlen – zuweilen sogar so gute Zahlen, dass wir sie uns gar nicht erklären konnten. Es gibt viele Faktoren, warum Leute zu uns kommen und warum nicht – und seien es nur Ferientermine.“

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