Balve Optimum

Balve: Versteigertes Top-Fohlen macht doppelt Freude

Das Stutfohlen trabt mit seiner Mutter an den Schaulustigen vorbei. Es wird für den guten Zweck versteigert. 

Das Stutfohlen trabt mit seiner Mutter an den Schaulustigen vorbei. Es wird für den guten Zweck versteigert. 

Foto: Livia Krimpelbein / WP

Balve.  Das Charity-Top-Stutfohlen wird am Samstag auf dem Optimum in Balve versteigert. Zum Abschluss gibt es eine große Überraschung.

2020: Das traditionelle Balve Optimum sieht in diesem Jahr etwas anders aus. Statt der üblichen Deutschen Meisterschaften im Spring- und Dressurreiten, gibt’s nur die Prüfungen in der Dressur, und statt tausender Zuschauer,sind an diesem Wochenende maximal 600 pro Tag erlaubt. Eine kleine Zahl im Vergleich zu vergangenen Turnieren. Trotzdem macht sie Freude — denn ursprünglich sollten nur 300 Zuschauer pro Tag erlaubt sein. Und mindestens genauso viel Freude macht den Veranstaltern des Optimums die Zahl 30.000.

Denn das ist die Summe, für die das angekündigte Charity-Top-Stutfohlen am Samstagabend versteigert wurde. Der Erlös fließt in die Initiative „Reiten gegen Hunger”, für die sich die LBO-Veranstalter schon seit vielen Jahren einsetzen.

Rede trägt Früchte

Kurz nach der Siegerehrung war es so weit. Gudrun Bauer, Gründerin der Initiative, stellte das Projekt zu Beginn vor, und machte in ihrem Appell klar und deutlich: Wenn sie mit ihren Enkelkindern esse und diese sagen würden, dass ihnen das Essen nicht schmeckt, ginge ihr nur ein Gedanke durch den Kopf: „Andere Kinder, in anderen Teilen der Welt, sind froh, wenn sie eine Mahlzeit am Tag kriegen!” Und für diese Kinder gründete sie die Initiative.

Ihre Rede jedenfalls trug Früchte, direkt nachdem die Versteigerung mit 2000 Euro startete, ertönten die ersten Gebote aus den VIP-Zelten neben dem Turnierplatz. Mit Eifer stürzten sich die zwei Moderatoren der Auktion ins Geschäft. Das junge Fohlen trabte indes immer wieder mit seiner Mutter an all den Schaulustigen vorbei. Und dann — am Ende — die große Überraschung: Per Telefon bot ein anonymer Bieter 30.000 Euro für das Top-Fohlen. Zum Ersten, zum Zweiten, und zum Dritten! Doch damit nicht genug: „Wir hören gerade, dass der Käufer das Fohlen nicht behält”, tönte es aus den Lautsprechern, nur wenige Sekunden nach Ende der Auktion. Stattdessen verschenke er das Pferd — an zwei anwesende Reiter. Applaus und große Freude bei den beiden Glücklichen.

Auch Bauer zeigte sich zufrieden: 30.000 seien ihr Ziel gewesen — und ihre Ziele setze sie sich grundsätzlich recht hoch.

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