MODELLPROJEKT

Balve: Werbegemeinschaft will Car-Sharing testen

Car-Sharing-Auto in Menden. Die Balver Werbegemeinschaft will das Angebot testen. Die Stadtwerke Balve und Menden könnten dabei zusammenarbeiten. 

Car-Sharing-Auto in Menden. Die Balver Werbegemeinschaft will das Angebot testen. Die Stadtwerke Balve und Menden könnten dabei zusammenarbeiten. 

Foto: Arne Poll / Westfalenpost

Balve.  Die Balver Händler planen ein Car-Sharing-Angebot in der Hönnestadt. Ein paar Hürden sind bis dahin aber noch zu überwinden, Fragen zu klären. Auf der verspäteten Jahreshauptversammlung hat man sich zudem einen neuen Namen gegeben und einen Internet-Lieferdienst auf den Weg gebracht.

Ab sofort firmiert man als Balver Werbegemeinschaft. Das Logo ist an den bisherigen Farben und der Gestaltung orientiert, das „V“ in „Balve“ kann auch als „W“ gelesen werden, um auf die Werbegemeinschaft hinzuweisen. Auch ist das klare Bekenntnis untergebracht: „Wir sind Balve.“

Während der Corona-Krise hat es im Vorstand des Balver Fachhandels ein Umdenken gegeben. Ursprünglich hatte der Verein nämlich schon „Balver Unternehmertum“ (oder -tun, auch hier eine doppelt lesbare Gestaltung) als neuen Namen ausgewählt, nachdem in einem ausgerufenen Wettbewerb zahlreiche Vorschläge zusammengekommen waren. Es zeigte sich aber, so der Vorsitzende Daniel Pütz, das nicht alle so richtig glücklich waren mit dem Namen. Also kam nun der andere Vorschlag zum Zuge, der von Anfang an ebenfalls hoch im Kurs stand. Pütz: „Wir sind nicht mehr nur klassische Handelsvertreter. Das soll sich auch im Namen widerspiegeln.“ Denn man möchte sich weiter auch etwa Arztpraxen, Kanzleien und anderen Dienstleistern öffnen, habe in diesem Bereich auch schon ein paar Neumitglieder gewinnen können. Bei drei Enthaltungen wurde der neue Name abgesegnet.

für die Zukunft. Dafür sind aber einige Fragen zu beantworten. Das wandte auch Kämmerer Hans-Jürgen Karthaus ein, zugleich Geschäftsführer der Stadtwerke Balve. Die Balver betreiben bereits zwei Ladesäulen am Bahnhof sowie am Parkplatz des Gesundheitscampus. Sein Vorschlag: Zusammen mit Mobilitätspartner Mendener Stadtwerken wäre zunächst eine Testphase denkbar, bei der ein E-Auto die vorhandenen Säulen nutzt, bevor die Werbegemeinschaft selber weitere bauen lässt. Karthaus nannte Kosten von etwa 10.000 Euro pro Säule; die Förderung liegt bei 60 Prozent.

Kasse reicht für große Investition

Auch kämen für die Händlervereinigung ja Kosten zur Anschaffung der Pkw oder für die App, mit der man reserviert und bezahlt, hinzu. Daniel Pütz sagte aber, die aktuell gute Kassenlage des Vereins lasse über so eine große Investition nachdenken.

Munter diskutiert wurde die Frage eines Standortes. So brachte Alexander Jedowski vor, für viele Menschen sei es vielleicht attraktiver, Car-Sharing-Wagen in den Ortsteilen zu platzieren, damit man von dort aus den Weg für Erledigungen in die City antreten könne. Einig war man sich, dass dieses Projekt einen ganz langen Atem verlangen wird, bis es sich unter der Bevölkerung herumgesprochen hat. „Es wird erstmal ein Zuschussgeschäft sein“, so Daniel Pütz. Aber er sieht auch die Möglichkeit eines Werbeeffekts für die Gruppe sowie die Möglichkeit, dass Händler den Wagen auch selber nutzen.

INFO

In der Vorstandsrunde hatte es durch die Wahlen am Donnerstagabend kleine Veränderungen gegeben: Der bisherige Vize Rainer Tillmann trat ab, bleibt aber als Beisitzer. Tillmanns Nachfolger ist Julian Zimmermann. Sebastian Becker und Ina Pape-Nowak bleiben Beisitzer sowie Dirk Hugenpoth Kassierer.

Die Werbegemeinschaft will bei dem regionalen Internetversand Flobee mitmachen. Die Coronakrise habe gezeigt, dass digitale Infrastruktur immer wichtiger werde, hieß es. Flobee sei kostengünstig, der Aufwand überschaubar. Über die neue Homepage der Werbegemeinschaft soll auch der Shop erreichbar sein.

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