ROMAN

Balver Autorin Uta Baumeister erzählt von Krieg und Leid

Balver Autorin Uta Baumeister mit ihrem neuen Roman „So weit der Himmel dich trägt“, der die Kriegs- und Nachkriegszeit einer Lendringsener Familie erzählt. Lesungstermin in Menden: TAZ, 10.11.2019, 17 Uhr.  

Balver Autorin Uta Baumeister mit ihrem neuen Roman „So weit der Himmel dich trägt“, der die Kriegs- und Nachkriegszeit einer Lendringsener Familie erzählt. Lesungstermin in Menden: TAZ, 10.11.2019, 17 Uhr.  

Foto: privat

Balve/Menden.  Große Geschichte, kleine Region: Uta Baumeisters neuer Roman zeigt, wie Menschen aus dem Sauerland unter der Nazi-Herrschaft leiden.

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Mehr als 20 Jahre lang schlummerten die Erinnerungen der Großmutter von Uta Baumeister in der Schublade. Nun hat die Balver Autorin die Erlebnisse von Maria Megger (geb. Weingarten, 1915-1996) in ihren neuen Roman „So weit der Himmel dich trägt“ einfließen lassen, der die Kriegs- und Nachkriegsjahre einer Lendringsener Familie erzählt. Das Buch ist ab sofort zu haben.

„Mein Roman ist inspiriert und durchtränkt von meiner Familiengeschichte. Doch ich habe dies literarisch angereichert, so dass ein ganzheitlicher Roman entstanden ist“, erzählt die Autorin. „Die Erzählungen meiner Großmutter haben mich bis zu ihrem Tod begleitet. Sie sprach immer offen über das Erlebte und so erfuhr ich früh, wie sich das Leben während der Zeit des Nationalsozialismus und im Nachkriegsdeutschland abgespielt hat.“

Erinnerungen von Mendens ehemaligem Bürgermeister Otto Weingarten

Auch die Erfahrungen der Soldaten an der Front und in Kriegsgefangenschaft sind im Roman zu finden. „Unter anderen erzählte mir mein Großonkel Otto Weingarten (1921–2006), ehemaliger Ehrenbürgermeister der Stadt Menden, seine Erlebnisse aus der Kriegsgefangenschaft in Russland, die ich damals notierte und seine Genehmigung erhielt, dies in einem Roman zu verwenden“, erklärt Uta Baumeister. Es ist eine deutsch-schwedische Familiensage entstanden, die vom Ersten Weltkrieg bis in die heutige Zeit reicht.

Das Drama deutscher Nazi-Geschichte

Worum geht es? Maria wird in den Wirren des Ersten Weltkrieges geboren und wächst in Lendringsen mit sieben Geschwistern auf. Mit ihrer großen Liebe Maximilian plant sie die Zukunft. Doch der Zweite Weltkrieg schlägt erbarmungslos zu. Die Nationalsozialisten verfolgen ihre grausame Ideologie. Dies ist auch in Lendringsen spürbar. Am 9. November 1938 wird die Synagoge in Menden in Brand gesetzt. Marias Familie versteckt ihre jüdischen Freunde. Ihr Mann und ihre Brüder kämpfen an der Front. Es ist eine Zeit voller Entbehrungen und Leid. Als schließlich die Alliierten in Menden einmarschieren, drohen neue Gefahren.

Jahrzehnte später findet die Schwedin Malin im Haus ihres Großvaters die Tagebücher ihrer deutschen Urgroßmutter Maria und ihrer Großmutter Marlene. Geben ihr die Bücher endlich Antworten auf ihre Frage, warum sich die Familie entzweite?

Den Roman „So weit der Himmel dich trägt“ stellt die Autorin am Sonntag, 10. November, um 17 Uhr, im Theater am Ziegelbrand in der Reihe „LesBar“ vor. Begleitet wird sie von den Autorinnen Maja Vandenwald (Ulrike Spieckermann) und Martina Grünebaum, mit denen sie gemeinsam das literarische Trio „TrioLit“ bildet. Karten sind erhältlich über die Internetseite der Mendener Schaubühne www.mendener-schaubühne.de und kosten acht Euro. Der Roman ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 9783749482627, 360 Seiten, zwölf Euro (Print), 5,99 Euro (E-Book).

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