KOLPING

Balver Kolpingsfamilie nicht begeistert von neuer Struktur

Jubilarehrungen (v links n rechts): Michaela Lazer (2. Vorsitzende), Berthold Streiter, Eckehard Lange, Diakon Gerd Eisenberg, Martin Oberste, Martin Schneider, Bernward Midderhoff (Vorsitzender), Michael Dransfeld

Jubilarehrungen (v links n rechts): Michaela Lazer (2. Vorsitzende), Berthold Streiter, Eckehard Lange, Diakon Gerd Eisenberg, Martin Oberste, Martin Schneider, Bernward Midderhoff (Vorsitzender), Michael Dransfeld

Foto: Alexander Lück

Balve.   Kolpingsfamilien im Erzbistum sollen neu organisiert werden. Für Balve und Garbeck hätten die Pläne tiefgreifende Konsequenzen.

Ein festlicher Gottesdienst, Ehrungen langjähriger Mitglieder und das Beisammensein in gemütlicher Runde kennzeichneten wieder den Kolpinggedenktag der Balver Kolpingsfamilie. Angesprochen wurde am Sonntag aber auch ein organisatorisches Thema, welches die Gruppe in nächster Zeit noch weiter beschäftigen wird.

Vor einigen Wochen ist nämlich durch den Diözesanverband aus Paderborn bekannt gegeben worden, dass man dort plant, die Bezirksebene im Kolpingverband aufzulösen beziehungsweise in neue, größeren Einheiten zu strukturieren.

Bernward Midderhoff hat klare Meinung

Die Kolpingsfamilie Balve trifft das nach den aktuellen Plänen noch etwas mehr als andere Gruppen. Denn der bestehende Bezirksverband Sundern-Balve, zu der neben der Kolpingsfamilie Balve auch die aus Garbeck gehört, soll aufgeteilt werden. Die Hönnestadt käme dann in einen Regionalverband mit dann insgesamt über 20 Kolpingsfamilien über Menden bis hin nach Hagen. Die Nachbarstadt Sundern würde dem Hochsauerlandkreis angeschlossen.

Balves Kolping-Chef Bernward Midderhoff hat dazu eine klare Meining: „Ich finde es nicht gut, dass gewachsene Strukturen auseinander gerissen werden sollen.“ Nicht nur gibt es hier ein bewährtes, kleines, aber feines Programm auf Bezirksebene - eine gemeinsame Wallfahrt, die Aktion Rumpelkammer oder ein jährliches Bowlingturnier - auch bestehen natürlich freundschaftliche Kontakte zu den Verantwortlichen der Kolpingsfamilien in der Nachbarstadt. Ende 2019 soll auf einer Diözesanversammlung der Umbauplan abgesegnet werden, die Umsetzung dann 2020 beginnen. Inwiefern die Verantwortlichen vor Ort noch Einfluss nehmen können, muss sich zeigen.

Ehrenamtliche seltener für Bezirksarbeit zu haben

In Balve jedenfalls gibt es Sympathien für eine Lösung, die den Altkreis Arnsberg umfassen würde. Grund für die Planungen im Diözesanvorstand ist die Schwierigkeit, engagierte Ehrenamtliche für die Bezirksarbeit zu finden. Viele Posten liegen dort brach. Eine Entwicklung, die man hier nicht exklusiv hat.

Beim Kolpinggedenktag am Sonntag informierte Midderhoff die knapp 50 erschienenen Mitglieder über die Pläne. Der Tag startete mit einem festlichen Gottesdienst in der St. Blasiuskirche, in der Präses Pfarrer Andreas Schulte die Themen 1. Advent sowie Adolph Kolping stimmungsvoll verband. Anschließend in der Pension Waltermann gab die Pilgergruppe, die bekanntlich im Herbst die letzten Kilometer nach Santiago de Compostela absolviert hatte, einen bildlichen Einblick von ihren beeindruckenden Erlebnissen.

Eine-Welt-Gruppe bestückt Körbchen

Ihre verdiente Würdigung erfuhren dann die langjährigen Mitglieder der Balver Kolpingsfamilie: Hanno Brinkmann ist sei 25 Jahren dabei, Martin Oberste, Michael Dransfeld und Peter Schuhenn seit 40 Jahren. Franz-Josef Lübke, Martin Schneider, Ernst Schulte, Berthold Streiter, Alfons Rath und Eckehard Lange können sogar schon auf 60 Jahre zurückblicken. Für die Jubilare gab es als Anerkennung unter anderem ein Körbchen mit Leckereien, welches ganz im Sinne des Fair-Trade-Gedankens die heimische Eine-Welt-Gruppe bestückt hat. Mit einem Imbiss und in gemütlicher Runde klang dann am frühen Nachmitag der Kolpinggedenktag aus.

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